Young Adult

  • USA
  • ,
  • 89 Minuten,
  • Sprachen:

    • Deutsch,
    • Englisch
Darsteller:
Regie:
Genre:
  • Inhalt
  • Kritik

Einst war Marvis Gary die High-School-Queen. 20 Jahre später ist sie Autorin von Kinder- und Jugendbüchern, hat ihre Ehe in den Sand gesetzt und die Zeichen der Zeit bilden sich allmählich auch in ihrem Gesicht ab. Dennoch weigert sie sich vehement, endlich erwachsen zu werden. Als sie eines Tages erfährt, dass ihre einstige Jugendliebe Buddy Slade Vater geworden ist, trifft sie eine Entscheidung. Marvis will in ihre Heimatstadt nach Minnesota zurückzukehren, um ihren Ex-Freund zurückzugewinnen und ihn vom dem schweren Los zu befreien. Das Problem ist nur, dass Buddy das ganz anders sieht.

Rechte: Paramount Pictures

Nicht jeder wird erwachsen

"Never change a winning team" - An diese bekannte Sportfloskel hielt sich "Young Adult" Regisseur Jason Reitman, als er entschied, für den "Young Adult" Film wieder mit Drehbuchautorin Diablo Cody zusammenzuarbeiten. Dieses Duo war schon beim Film "Juno" von Erfolg geprägt, als Cody den Oscar für das beste Drehbuch gewann und Reitman für die beste Regie immerhin nominiert wurde. Was den "Young Adult" Film so bemerkenswert macht, ist die Tatsache, dass Reitman mit der hollywood-typischen Erzählweise bricht und auch seine Figuren nicht unbedingt der üblichen Spielart entsprechen. So schließt man den Hauptcharakter der realitätsfremden Marvis Gary, glänzend gespielt von Charlize Theron, nicht gleich ins Herz und hofft, dass am Ende alles gut für sie ausgeht; vielmehr muss sie wirklich peau a peau um Sympathiepunkte beim Zuschauer kämpfen. Eine Tatsache, welche die Schauspielkunst von Theron noch umso besser dastehen lässt, ist es doch immer einfacher Everybody's Darling zu sein, als eine tragische Figur, die der Betrachter nicht hasst, für die er aber auch nicht gerade Mitleid empfindet. Vehement verweigert sich "Young Adult" Regisseur Reitman dem üblichen filmischen Werdegang mit abschließendem Happy End. Vielmehr schlägt er einen erfrischend ungewohnten, weil durchaus realistischen Weg ein, der nicht zwangsläufig im Erfahrungsgewinn oder Persönlichkeitsveränderung des Protagonisten endet. "Young Adult" ist ein außergewöhnlicher Film, der sich fern jeglicher Hollywood-Formeln bewegt. Er widmet sich den tragischen Figuren, die in ihrer Vergangenheit gefangen sind und sich nicht in einem schon inflationär verwendeten Heul-Schluchz-Schnief-Alles-ist-gut-Ende verliert.

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