Harrison Ford Filme

Geburtsname: Harrison Ford
Geburtstag: 13. Juli 1942 in Chicago, Illinois (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Oscar-Nominierung, 1 Golden Globe, 4 Golden-Globe-Nominierungen, 1 BAFTA-Nominierung, 1 Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, Ehrungen als Star des Jahrhunderts sowie als Sexiest Man Alive

Mini-Biografie

Er ist unter anderem der Weltraum-Schmuggler Han Solo in Star Wars, der peitschende Archäologe Indiana Jones, der CIA-Agent Jack Ryan, der zu Unrecht auf der Flucht befindliche Dr. Richard Kimble und erwiesener Maßen der Star des 20sten Jahrhunderts (ausgezeichnet von der Vereinigung US-amerikanischer Kinobesitzer) – die Rede ist von Harrison Ford. Kaum ein anderer Hollywood-Star gab so vielen Blockbustern seinen prägnanten Stempel, dementsprechend zählt Harrison Ford zu den populärsten und erfolgreichsten Darstellern an den Kinokassen. Ende des Jahres 2015 erhielt Harrison Ford außerdem ein spektakuläres Comeback als Han Solo in Star Wars: Das Erwachen der Macht.

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Filme mit Harrison Ford

Die coolsten Filmzitate von Harrison Ford

Marion Ravenwood: „Du bist nicht der Mann, den ich vor zehn Jahren kennengelernt hab.“
Indiana Jones: „Das sind nicht die Jahre, Schätzchen, das ist Materialverschleiß!“
In Jäger des verlorenen Schatzes (1981) bemerkt Indiana Jones (Harrison Ford) dank seiner anhänglichen Partnerin Marion Ravenwood (Karen Allen), dass er nicht nur einem rätselhaften Schatz sondern auch seiner eigenen Form hinterher jagt.

„Weißt Du noch, als wir das letzte Mal einen Drink zusammen hatten? Ich hatte einen Milchshake!“
In dem Abenteuerfilm Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989) gibt Indy (Harrison Ford) seinem Vater Professor Dr. Henry Jones (Sean Connery) sehr dezent und subtil zu verstehen, dass er seiner Vaterrolle nur unzureichend gerecht wurde.

Prinzessin Leia Organa: „Ich traue Lando Calrissian nicht?“
Han Solo: „Genaugenommen traue ich ihm auch nicht, aber er ist mein Freund!“
In der Star-Wars-Episode Das Imperium schlägt zurück (1980) sind sich die eher selten gleich getakteten Charaktere Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher) und der Schmuggler Han Solo (Harrison Ford) zumindest über Han’s Freunde überwiegend einig.

Eli Lapp: „Haben Sie Ihre Hand noch nie an einer Titte gehabt?“
John Book: „Noch nie an einer so Großen!“
Der bei den Amischen untertauchende Polizist Detective Capt. John Book (Harrison Ford) muss sich ausgerechnet von seinem jungen Glaubensbruder Eli Lapp (Jan Rubes) über weibliche Kurven aufklären lassen, als sich der Bulle beim Melken einer Kuh ziemlich dämlich anstellt. Zu bestaunen sind Harrison Fords Melkversuche in dem Thriller Der einzige Zeuge (1985).

„Ich habe Angst davor, noch tiefer zu graben, denn keiner wird mögen, was ich finde!“
In dem Polit-Thriller Das Kartell (1994) muss der aufrichtige CIA-Agent Jack Ryan (Harrison Ford) erkennen, dass es in seinem direkten Umfeld mit der Aufrichtigkeit nicht so weit her ist. 

Wichtigste Auszeichnungen:

2011: Lifetime Achievement Award am Festival del film Locarno für sein Lebenswerk
2010: Ehren-César für sein Lebenswerk
2007: Scream Award als Hero oft the Year
2003: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
2002: Sonder-Golden-Globe und Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk
2000: AFI Life Achievement Award vom American Film Institute für sein Lebenswerk
1999: People’s Choice Award in der Kategorie Bester Darsteller
1998: People’s Choice Award in der Kategorie „Bester Darsteller aller Zeiten“ sowie die Wahl zum „Sexiest Man Alive“ in der Zeitschrift People
1997: Bambi in der Kategorie Film international für Air Force One
1996: Nominierung für den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller für Sabrina
1994: Wahl zum "Star des Jahrhunderts" vergeben von der Vereinigung US-amerikanischer Kinobesitzer sowie eine Golden-Globe-Nominierung als Bester Hauptdarsteller und der MTV Movie Awards zusammen mit Tommy Lee Jones als Bestes Filmduo für Auf der Flucht
1987: Nominierung für den Golden Globe als Bester Hauptdarsteller für Mosquito Coast
1986: Nominierung für den Oscar, Golden Globe und BAFTA als jeweils Bester Hauptdarsteller für Der einzige Zeuge
1984: Jupiter Award in der Kategorie Bester Darsteller
1982: Saturn Awards in der Kategorie Bester Darsteller
1981: Jupiter Award in der Kategorie Bester Darsteller

Harrison Ford Biographie

Die Jazz- und Handels-Metropole Chicago zählt viele berühmte Töchter und Söhne. Die wohl drei berühmtesten Söhne sind der Schriftsteller Ernest Hemingway, Mickey-Maus-Erfinder Walt Disney sowie der Schauspieler und Blockbuster-Garant Harrison Ford. Harrison Ford als jüngster jener drei Stadtsöhne kommt am 13. Juli 1942 zur Welt. Seine Eltern sind der deutsch-irisch-stämmige Schauspieler Christopher Ford und seine Frau Dorothy Nidelman, deren Eltern einst aus Weißrussland in die USA emigrierten. Harrisons jüngerer Bruder Terence komplettiert schließlich die Familie Ford. Seine Karriere als Indiana Jones scheint Harrison Ford bereits frühzeitig vorbestimmt. Als Kind geht er in die Pfadfindergruppe „Boys Scouts of America“ und erlangt dort den zweithöchsten Rang als so genannter Life Scout. Nicht ganz so erfolgreich verläuft seine schulische Laufbahn. Zwar lernt er auf dem Ripon College in Wisconsin seine erste Frau Mary Louise Marquardt kennen. Doch drei Tage vor seinem College-Abschluss fliegt er aus der Lernanstalt. Daraufhin lässt Harrison Ford die Büffelei, er heiratet 1964 seine Mary und geht nach Kalifornien, um dort Schauspieler zu werden.

Hollywood hat jedoch auf den jungen verwegenen Typen nicht unbedingt gewartet. Außer ein paar unbedeutender Filmengagements in Sekundenlänge oder ein paar Gastauftritten wie in den Western-Serien Die Leute von der Shiloh Ranch (1962 bis 1971; mit James Drury, Doug McClure und Ross Elliott) oder Rauchende Colts (1955 bis 1975; mit James Arness, Milburn Stone und Amanda Blake) kommt nicht viel rein. Kurzum, es reicht hinten und vorne nicht mit der verdienten Gage, weshalb Harrison Ford beginnt, nebenbei als Tischler zu jobben. In seinem Handwerk arbeitet Harrison Ford wiederum so erfolgreich, dass seine Schauspielkarriere zeitweise etwas in den Hintergrund rückt, er hat keine Lust mehr auf jede kleine Statistenrolle. Erst als ihn der Filmemacher George Lucas (Star Wars, Indiana Jones) 1973 für eine tragende Nebenrolle in dem Kultdrama American Graffiti (mit Richard Dreyfuss, Ron Howard und Bo Hopkins) engagiert, fängt seine Hoffnung auf eine Schauspielkarriere wieder Feuer. Erst Recht als ihn der Filmschaffende Francis Ford Coppola (Film-Trilogie Der Pate, Bram Stokers Dracula) Mitte der 1970er für weitere Nebenrollen in seinen Filmen Der Dialog (1974; mit Gene Hackman und John Cazale) und Apocalypse Now (1975/79; mit Martin Sheen, Marlon Brando und Robert Duvall) engagiert, scheint sich Hollywood endlich für Harrison Ford zu öffnen. Doch weitere Rollenangebote bleiben weiterhin Mangelware, sein Job als Tischler bleibt vorerst für Harrison Ford die Haupteinnahmequelle.

Krieg der Sterne macht Harrison Ford zum Star in Hollywood

Schon seit Mitte der 1970er arbeitet der George Lucas an seinem cineastischen Denkmal, dem Science-Fiction-Märchen Krieg der Sterne (1977; mit Alec Guinness, Carrie Fisher und David Prowse). Die Hauptrolle ergattert schließlich Mark Hamill (Zwei heiße Typen auf dem Highway, Mutronics – Invasion der Supermutanten) als Luke Skywalker. Die heimliche Hauptrolle ergattert allerdings Harrison Ford, der als kühner Weltraumschmuggler Han Solo zum Liebling der Fans mutiert. Somit sind Harrison Ford die Hauptrollen in den Fortsetzungen Das Imperium schlägt zurück (1980) und Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983) sicher.

Das Ende der 70er-Jahre endet für Harrison Ford trotzdem etwas durchwachsen. Im Jahre 1979 durchlebt er die Scheidung von seiner ersten Frau Mary Marquardt, mit der er zusammen zwei Kinder hat. Und in den beiden Kriegsdramen Der wilde Haufen von Navarone (1978; mit Robert Shaw, Barbara Bach und Richard Kiel) und Das tödliche Dreieck (1979; mit Christopher Plummer und Lesley-Anne Down) darf Harrison Ford zwar jeweils die Hauptrollen spielen, jene Art von Kriegserzählungen ist zu jener Zeit jedoch schon etwas angestaubt - was die enttäuschenden Zuschauerzahlen im Kino auch belegen. Wenn schon Staub, dann richtig – etwa wenn man sich mit Peitsche und Schlapphut hinter einem Nazi-LKW durch den Dreck schleifen lässt wie in Jäger des verlorenen Schatzes als Indiana Jones.

Harrison Ford wird zur cineastischen Kultfigur – als Indiana Jones

George Lucas erfand nicht nur Krieg der Sterne respektive Star Wars, sondern auch Indiana Jones. Doch weil er gerade mit Star Wars schon alle Hände voll zu tun hat, fragt er seinen Kumpel Steven Spielberg (Der Soldat James Ryan, Schindlers Liste), ob der nicht bei Jäger des verlorenen Schatzes Regie führen will. Steven Spielberg will eigentlich einen James Bond drehen, lässt sich von Geoge Lucas dann aber doch zu Indiana Jones überreden. Fehlt nur noch der richtige Hauptdarsteller. Spielbergs Favoriten für den abenteuerlichen Archäologen sind eigentlich Tom Selleck (Runaway – Spinnen des Todes, In & Out) und Harrison Ford. Doch gegen Harrison Ford legt George Lucas ein Veto ein, denn er will keine Darsteller aus dem Star-Wars-Cast zeitgleich in einer anderen großen Produktion. Tom Selleck jedoch kommt aus seinem laufenden Vertrag der Krimiserie Magnum (1980 bis 1988; mit John Hillerman und Roger E. Mosley) nicht heraus, und so gibt George Lucas schließlich doch grünes Licht für seinen Weltraumpiloten als Peitsche-schwingenden Kunstschatzjäger. Zu jenem Zeitpunkt lässt sich aber auch nicht im Ansatz erahnen, dass der Film Jäger des verlorenen Schatzes (1981; mit Karen Allen, Paul Freeman und John Rhys-Davies) so einschlagen würde: am Ende spielt der Blockbuster über das 19-fache seiner Produktionskosten wieder ein (20:384 Millionen US-Dollar), heimst Dutzende von Preisen inklusive fünf Oscars ein und schafft mit Indiana Jones eine der größten Heldenfiguren des US-amerikanischen Kinos.

Dank seiner Rolle als Indiana Jones gilt Harrison Ford in Hollywood nun endgültig als Superstar. Der filmische Sci-Fi-Albtraum Blade Runner (1982; mit Rutger Hauer, Sean Young und Daryl Hannah) von Regisseur Ridley Scott (Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Gladiator) und Harrison Ford in der Hauptrolle ist manchem Kinogänger zwar zunächst etwas zu düster, erreicht aber innerhalb kurzer Zeit Kultstatus bei den Filmfans. Mit dem damals dritten Star-Wars-Streifen Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983; mit Mark Hamill, Carrie Fisher und David Prowse) und dem zweiten Indy-Abenteuer Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984; mit Kate Capshaw, Amrish Puri und Dan Aykroyd) ist der charismatische Mime aus der Filmszene nicht mehr wegzudenken.

Allerdings beginnt bei Harrison Ford Mitte der 1980er ein künstlerisches Umdenken. Einen gewissen Anteil daran mag auch seine neue Ehefrau und Drehbuchschreiberin Melissa Mathison (E.T., Der Indianer im Küchenschrank) haben, mit der er 1983 den Bund fürs Leben eingeht. Denn um nicht für immer und ewig nur auf den abenteuerlichen Draufgänger festgenagelt zu werden, nimmt er nun auch ernsthaftere Rollen an, etwa als untertauchender Cop bei einer amischen Glaubensgemeinschaft in Der einzige Zeuge (1985; mit Kelly McGillis, Danny Glover und Alexander Godunov), für die er bislang seine einzige Oscar-Nominierung erhält. Dazu gesellen sich die Romanverfilmung Mosquito Coast (1986; mit Helen Mirren und River Phoenix) um einen querdenkerischen Aussteiger im Dschungel, der Roman-Polański-Thriller Frantic (1988; mit Emmanuelle Seigner, Betty Buckley und John Mahoney) sowie die Business-Komödie Die Waffen der Frauen (1988; mit Melanie Griffith, Sigourney Weaver und Alec Baldwin). Im Jahre 1989 komplettiert dann Harrison Ford mit seinem dritten Auftritt als Indiana Jones endgültig sein eigenes Denkmal in Hollywood: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (mit Denholm Elliott, Alison Doody und John Rhys-Davies) wird mit weltweit fast 500 Millionen eingespielter US-Dollars zum erfolgreichsten Film des Jahres. Und Harrison Ford darf sich als der Schauspieler vorstellen, der in den bis dato kommerziell erfolgreichsten Filmtrilogien (Star Wars und Indiana Jones) die Hauptrolle spielte. Im bis dato vermeintlich letzten Indy-Abenteuer erhält Indiana Jones zudem tatkräftige Unterstützung von seinem Vater Professor Dr. Henry Jones, der von keinem geringeren verkörpert wird als Sean Connery (Der Name der Rose, Die Unbestechlichen). Allein die ironisch-witzigen Dialoge zwischen dem Ur-Bond-Darsteller und Harrison Ford sind jeden Pfennig der Kinokarte für dieses Action-Spektakel wert.

Harrison Ford wird erwachsen: In den 90ern ist erst mal Schluss mit lustig

Gab Harrison Ford in den 1980ern meist den charismatischen augenzwinkernden Draufgänger, schlüpft er in den 90ern überwiegend in ernsthaftere Rollen. Einer der wenigen Ausnahmen ist die Abenteuerkomödie Sechs Tage, sieben Nächte (1998; mit Anne Heche und David Schwimmer), in der Harrison Ford als Bruchpilot auf einer einsamen Insel zeitweise an Indiana Jones erinnert. Ansonsten verkörpert er in den Polit-Thrillern Die Stunde der Patrioten (1992; mit Samuel L. Jackson, Sean Bean und Anne Archer) und Das Kartell (1994; mit Willem Dafoe, Anne Archer und James Earl Jones) den aufrichtigen aber meist auf sich allein gestellten CIA-Agenten Jack Ryan. Als Antiheld unschuldig in die Fänge des Justizsystems gerät er als fremdgehender Ehemann in dem Thriller Aus Mangel an Beweisen (1990; mit Bonnie Bedelia, Brian Dennehy und Raúl Juliá) sowie als gejagter Arzt Dr. Richard Kimble in Auf der Flucht (1993; mit Tommy Lee Jones, Julianne Moore und Jeroen Krabbé). In dem Politthriller Vertrauter Feind (1997) lässt sich Harrison Ford als gescheiterter Polizist von einem IRA-Terroristen (Brad Pitt; Herz aus Stahl, Inglourious Basterds) an der Nase herumführen, und in Wolfgang Petersens (Das Boot, Troja) Action-Thriller Air Force One (1997; mit Gary Oldman, Glenn Close und Jürgen Prochnow) mimt Harrison Ford den US-amerikanischen Präsidenten James Marshall in bester Stirb-langsam-Manier.

Im neuen Jahrtausend taucht Harrison Ford erst einmal unter, und zwar in dem nach wahren Begebenheiten spielenden U-Boot-Thriller K-19 – Showdown in der Tiefe (2002; mit Liam Neeson, Peter Sarsgaard und John Shrapnel). Der Thriller um ein verstrahltes sowjetisches Atom-U-Boot mitten im Kalten Krieg füllt die Kinokassen jedoch nicht wir gewohnt, wenn der Name Harrison Ford das Filmplakat ziert. Ein negativer Trend, der sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzt. Auch folgende Produktionen wie die Action-Komödie Hollywood Cops (2003; mit Josh Hartnett, Lena Olin und Martin Landau) oder der IT-Thriller Firewall (2006; mit Paul Bettany, Virginia Madsen und Robert Patrick) bleiben hinter den kommerziell hochgesteckten Erwartungen zurück und erste Kritiker beginnen zu lästern, dass der nun deutlich über 60 Jahre alte Star für manche Action-Szenarios langsam zu alt und unglaubwürdig wirkt. Zu jener Zeit, genauer gesagt anno 2004, erfolgt außerdem die Scheidung von seiner zweiten Ehefrau Melissa Mathison, mit der er ebenfalls zwei Kinder hat. Leider stirbt die Drehbuchautorin am 4. November 2015 im Alter von nur 65 Jahren an den Folgen ihrer Krebserkrankung in Los Angeles.

Harrison Fords Comeback als Indiana Jones und Han Solo

Als ob Harrison Ford aus Trotz der ganzen Welt beweisen will, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört, schlüpft er 2008 wieder in die beige Kluft samt Fedora-Hut von Indiana Jones in Steven Spielbergs Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Zusammen mit seinen Mitstreitern Karen Allen (Jäger des verlorenen Schatzes, Die Geister, die ich rief) als ehemalige Geliebte Marion Williams, Shia LaBeouf (Herz aus Stahl, Filmreihe Transformers) als Indy-Sohn Henry „Mutt“ Williams und 64 Jahre auf dem Buckel kämpft Harrison Ford alias Indiana Jones gegen die sowjetische Agentin Irina Spalko (Cate Blanchett; Blue Jasmine, Mittelerde-Hexalogie Der Herr der Ringe/Der Hobbit) sowie ein paar Außerirdische. Der vierte Teil der Indiana-Jones-Saga wird zu einem riesigen Erfolg und spielt weltweit über 740 Millionen US-Dollar ein. Damit sind die vorangegangenen Flops von Harrison Ford längst vergessen. Und auch im wirklichen Leben hält das Schicksal einen Jungbrunnen für den erfahrenen Mimen bereit: die 22 Jahre jüngere Schauspielerin Calista Flockhart (TV-Serie Ally McBeal, TV-Serie Brothers & Sisters), mit der Harrison Ford bereits seit 2002 liiert ist, gibt ihm im Juni 2010 ihr Ja-Wort.

Auf der Kinoleinwand geht es für Harrison Ford weiterhin sehr abwechslungsreich weiter. Kino-Hits wie die Frühstücks-TV-Komödie Morning Glory (2010; mit Rachel McAdams, Diane Keaton und Jeff Goldblum), dem Sci-Fi-Western Cowboys & Aliens (2011; mit Daniel Craig, Olivia Wilde und Sam Rockwell) oder dem Altherren-Abenteuer The Expendables 3 (2014; mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Antonio Banderas) stehen relativen Flops wie der Thriller Paranoia – Riskantes Spiel (2013; mit Liam Hemsworth, Gary Oldman und Amber Heard) oder das Sci-Fi-Spektakel Ender’s Game – Das große Spiel (2013; mit Ben Kingsley, Asa Butterfield und Abigail Breslin) gegenüber. 2015 sieht man Harrison Ford zunächst in einer tragenden Nebenrolle in dem hochgelobten Fantasy-Liebesfilm Für immer Adaline (mit Blake Lively, Michiel Huisman und Kathy Baker), in der Kritiker Harrison Ford seine beste darstellerische Leistung seit Jahren bescheinigen.

Das eigentliche Film-Highlight mit Harrison Ford kommt allerdings erst Ende des Jahres 2015 mit Star Wars: Das Erwachen der Macht (mit John Boyega, Daisy Ridley und Adam Driver). Im siebten Teil der Star-Wars-Saga trifft Harrison Ford alias Han Solo endlich wieder auf seine alten Mitstreiter Ex-Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher; Filmreihe Star Wars Episode IV-VIHarry und Sally), Chewbacca (Peter Mayhew; Filmreihe Star Wars Episode IV-VI), R2-D2 (Kenny Baker; Filmreihe Star Wars Episode I-VITime Bandits) sowie C-3PO (Anthony Daniels; Filmreihe Star Wars Episode I-VI). Und sogar der ehemalige Protagonist Luke Skywalker (Mark Hamill; Filmreihe Star Wars Episode IV-VIDas Dorf der Verdammten) bekommt in diesem Science-Fiction-Abenteuer seinen Auftritt. Selbst wenn die alten Gefährten in der jüngsten Fortsetzung von Star Wars eigentlich nur Nebenrollen bekleiden, so stellen sie dennoch das heimliche Highlight des neuen Weltraummärchens dar. Und nachdem Harrison Ford nun bereits 2008 zum vierten Male Indiana Jones verkörperte, kommt jetzt 2015 auch sein vierter Auftritt als Han Solo.

Um einen möglichen fünften Auftritt als Han Solo in Star Wars ist es ja eher schlecht bestellt. Doch als Peitsche-schwingender Haudegen Indiana Jones ist Harrison Ford bereits für einen fünften Auftritt fest verpflichtet. Über die Handlung bei Indiana Jones 5 ist noch nicht viel bekannt, außer dass es wohl wieder eine Verfolgungsjagd um den gesamten Globus geben wird. Steven Spielberg soll wieder die Regie führen und auch der Indiana-Jones-Schöpfer George Lucas steht wohl als Berater und Produzent zur Verfügung. Die Premiere soll im Juli 2019 stattfinden. Und geht es nach Disney, dem neuen Rechteinhaber von Indiana Jones, ist Indiana Jones 5 längst nicht der letzte Abenteuerfilm um den rüstigen Archäologen – selbst wenn Harrison Ford beim Kinostart des fünften Teils bereits 77 Jahre alt ist. Möge die Peitsche und der Schlapphut noch lange mit ihm sein.

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