Clint Eastwood Filme

Geburtsname: Clinton Eastwood jr.
Geburtstag: 31. Mai 1930 in San Francisco, Kalifornien (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 4 Oscars, 7 Oscar-Nominierungen, 6 Golden Globes, 1 Goldene Kamera

Mini-Biographie:

Clint Eastwood ist ein US-amerikanischer Star-Schauspieler, Regisseur, Produzent, Komponist und Politiker. Die Italo-Western der Filmreihe Für eine Hand voll Dollar von Sergio Leone bedeuten für Clint Eastwood den Durchbruch und begründen das Genre erst. Clint Eastwood wird dann mitunter als Dirty Harry zu einem der erfolgreichsten Hollywood-Schauspieler überhaupt, der vielfach selbst Regie führt. Das Drama Million Dollar Baby aus dem Boxermilieu wird zum Abräumer der Oscar-Verleihung im Jahr 2005.

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Filme von und mit Clint Eastwood

Coole Filmzitate von Clint Eastwood

"Schon mal bemerkt, dass man ab und zu vor jemandem steht, dem man besser nicht blöd kommt? ... So einer bin ich."
Clint Eastwood verschafft sich Respekt als Walt Kowalski in Gran Torino

"Nach dem Pissen nur einmal den Schwanz schütteln. Alles was darüber hinaus geht, macht Freude, und Freude gehört nicht zu unserem Geschäft."
Sergeant Thomas Highway alias Clint Eastwood verteilt klare Anweisungen in Heartbreak Ridge

"Wenn die richtigen Leute getroffen werden, ist gegen den Gebrauch der Waffe nichts zu sagen."
Clint Eastwood kennt als Inspektor "Dirty" Harry Callahan kein Pardon in Dirty Harry 2: Calahan

Wichtigste Auszeichnungen:

2015: Oscar-Nominierung für den Besten Film für American Sniper
2009: Goldene Kamera für das Lebenswerk
2007: Golden Globe in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film sowie Oscar-Nominierungen für den Besten Film und die Beste Regie für Letters from Iwo Jima
2005: Oscar in den Kategorien Beste Regie und Bester Film, Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller jeweils für Million Dollar Baby
2004: Golden Globe für die Beste Regie in Million Dollar Baby
1996: AFI Life Achievement Award für das Lebenswerk
1995: Ehren-Oscar „Irving G. Thalberg Memorial Award“ als besonders kreativer Filmproduzent
1993: Oscar in den Kategorien Bester Film und Beste Regie sowie eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Erbarmungslos
1992: Golden Globe für die Beste Regie in Erbarmungslos
1989: Golden Globe für die Beste Regie in Bird
1988: Golden Globe für sein Lebenswerk
1971: Golden Globe für den männlichen Welt-Film-Favoriten

Clint Eastwood Biographie

Clinton "Clint" Eastwood wird am 31. Mai 1930 im kalifornischen San Francisco, USA, geboren. Seine Eltern sind der Buchhalter Clinton Eastwood Sr. und Margaret Ruth Runner. Die Ahnenreihe spiegelt die Einwanderergeschichte der Vereinigten Staaten wider: Clint Eastwood hat schottische, englische und holländische Vorfahren. Als Kind lebt er zeitweise bei seiner Großmutter, da sein Vater während der Wirtschaftskrise auf der Suche nach Arbeit umherzog. Clint Eastwood wechselt dennoch oft die Schule und bricht mit 18 Jahren sein College-Studium ab. Lieber verdingt er sich als Holzfäller, Heizer, Tankwart und Lagerarbeiter, bis er während seines Militärdienstes als Schwimmlehrer arbeitet.

Clint Eastwood auf dem Weg nach Hollywood

Bei der Army trifft Clint Eastwood David Janssen (The Fugitive - Auf der Flucht, Harry O) und beschließt, sich ebenfalls als Schauspieler in Hollywood zu versuchen. Seine Testaufnahmen sind erfolgreich, und Clint Eastwood bekommt bei Universal Pictures einen Kurzzeit-Vertrag sowie Schauspielunterricht. Unter anderem spielt er in dem Science-Fiction-Horror Thriller Tarantula (1955; mit John Agar und Mara Corday) einen der Kampfpiloten, die eine mutierte Riesenspinne mit Napalm töten. Nachdem der Vertrag nicht verlängert wird, muss Clint Eastwood wieder als Schwimmlehrer arbeiten. 1959 kann er schließlich beim Fernsehen Fuß fassen und spielt in der Western-Serie Rawhide - Tausend Meilen Staub an der Seite von Eric Fleming (TV-Serie Bonanza, Spion in Spitzenhöschen) den Cowboy Rowdy Yates - insgesamt in 217 Folgen bis 1965.

Clint Eastwood und der Regisseur Sergio Leone

Die Rolle des Fernseh-Cowboys Rowdy verhilft Clint Eastwood zum Durchbruch: Er bekommt die Hauptrolle in dem Italo-Western Für eine Handvoll Dollar, weil der italienische Regisseur Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom TodEs war einmal in Amerika) den Film mit einem geringen Budget drehen muss und sich keinen etablierten Star leisten kann. Für eine Gage von 15.000 Dollar spielt Clint Eastwood mit zynischer Lässigkeit den Revolverhelden Joe und wird dadurch zum Star. Der Film entwickelt sich zu einem absoluten Kassenschlager und begründet das Genre des Italo-Westerns. Der Stil von Clint Eastwood, der seine schweigsamen Actionhelden mit machohaftem Zynismus spielt, wird tausendfach kopiert. Auch der Nachfolgefilm Für ein paar Dollar mehr (1965; mit Lee van Cleef und Klaus Kinski) schlägt ein. Clint Eastwood spielt erneut einen Kopfgeldjäger, Monco, der zahlreiche Banditen zur Strecke bringt. Wegen der vielen Gewaltszenen wird die deutsche Kinoversion erst ab 18 Jahren freigegeben. Der dritte Teil der Dollar-Trilogie Zwei glorreiche Halunken (1966; mit Lee Van Cleef und Eli Wallach) wird im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Filme überhaupt und erreicht Kultfilm-Status. Clint Eastwood als namenloser Revolvermann, genannt "Der Blonde", schießt den Banditen Tuco, der erhängt werden soll, vom Strick. Dieses Kunststück wird zu einem Leitmotiv des Films.
Da sich Clint Eastwood und Sergio Leone nicht mehr verstehen, engagiert der Regisseur für seinen nächsten Film Spiel mir das Lied vom Tod als Hauptdarsteller Charles Bronson. Auch wenn Clint Eastwood dieser Coup entgeht, wird er dennoch auch in seinem Heimatland USA bald zum Superstar.

Clint Eastwood als Hollywood-Schauspieler

Ende der 1960er-Jahre spielt Clint Eastwood in diversen Western und Actionfilmen und fasst in Hollywood Fuß. In dem Western Hängt ihn höher (1968; mit Ed Begley und Dennis Hopper) spielt er einen vermeintlichen Viehdieb, der knapp seiner Hinrichtung entgeht. In dem satirischen Western Ein Fressen für die Geier (1970; mit Shirley McLaine) rettet Clint Eastwood als wortkarger amerikanischer Söldner die als Nonne verkleidete Prostituierte Sara, gespielt von Shirley McLaine (Immer die verflixten Frauen, Die Herbstzeitlosen). In dem Western-Musicalfilm Westwärts zieht der Wind (1969; mit Lee Marvin) tritt Clint Eastwood als singender Goldsucher auf. Damit knüpft Clint Eastwood an die Schallplatten an, die er bereits zu Beginn seiner Karriere in den frühen 1960er-Jahren aufnimmt. Auch in späteren Produktionen singt der Star selbst - so zum Beispiel in dem Film Honkytonk Man (1982; mit Kyle Eastwood und John McIntire), der den Werdegang eines fiktiven Country-Musikers verfolgt. In dem Kriegsfilm Agenten sterben einsam von 1968 tritt Clint Eastwood als Lieutenant Morris Schaffer an der Seite von Richard Burton (Cleopatra, Der Exorzist II - Der Ketzer) gegen die deutsche Wehrmacht an. Für die damaligen Verhältnisse ist die Gage von Clint Eastwood in Höhe von 800.000 Dollar enorm. Auch Stoßtrupp Gold (1970; mit Telly Savalas und Donald Sutherland) spielt während des Zweiten Weltkriegs.

Der Dirty Harry-Charakter, den Clint Eastwood zum ersten Mal 1971 in dem gleichnamigen Kriminalfilm des Regisseurs Don Siegel (Der Tod eines Killers, Nur noch 42 Stunden) verkörpert, bringt dem Schauspieler den Durchbruch zum Superstar. Inspektor Harry Callahan jagt in mehreren Fortsetzungsfilmen mit zweifelhaften Methoden Serienkiller und andere Verbrecher. Jeder Film mit Clint Eastwood wird in den Folgejahren zu einem Erfolg, etwa der Actionfilm Die letzten beißen die Hunde (1974; mit Jeff Bridges und George Kennedy) oder der Gefängnisthriller Flucht von Alcatraz (1979; mit Patrick McGoohan und Roberts Blossom).

Clint Eastwood als Regisseur und Oscar-Preisträger

Der Psychothriller Sadistico - Wunschkonzert für einen Toten (1971; mit Jessica Walter und John Larch) ist die erste Regiearbeit von Clint Eastwood, der auch die Hauptrolle spielt, den Disc-Jockey Dave Garver. Diese Kombination von Regisseur und Hauptdarsteller findet sich in zahlreichen weiteren Streifen wieder, etwa dem Spätwestern Der Texaner (1976; mit Sondra Locke und Bill McKinney) oder in dem Actionfilm Firefox von 1982. Ab 1993 steht Clint Eastwood dann für 15 Jahre nur unter eigener Regie vor der Kamera.

Im Laufe der 1980er-Jahre wendet sich Clint Eastwood als Regisseur stärker Drehbüchern zu, die nicht auf ein Mainstream-Publikum abzielen. Seine Erfolge als Action-Star geben ihm die Freiheit, sich anspruchsvolleren Inhalten zu widmen. Filme wie Bird (1988; mit Forest Whitaker und Diane Venora), eine assoziative Annäherung an das Leben des Jazzmusikers Charlie Parker, werden von der Kritik hochgelobt. Nebenbei ist er von 1986 bis 1988 Bürgermeister seines Heimatortes Carmel in Kalifornien.

Clint Eastwood auch im Alter auf der Erfolgsspur

Nach einigen Kassenflops kann Clint Eastwood in den 1990er-Jahren seine Karriere wieder stabilisieren, indem er zu seinem fortgeschrittenen Alter steht und dies in seinen Rollen thematisiert. So wird der Thriller In the Line of Fire - Die zweite Chance (1993; mit John Malkovich und Rene Russo) für Clint Eastwood zum größten Kassenerfolg überhaupt. Clint Eastwood spielt einen Secret-Service-Agenten, der ein Attentat auf den US-Präsidenten vereitelt. In dem mit zwei Oscars gekrönten Spätwestern Erbarmungslos (1992; mit Gene Hackman und Morgan Freeman) spielt Clint Eastwood unter eigener Regie einen ehemaligen Revolverhelden, der noch einmal in sein früheres Leben zurückkehrt. Der Film kann auch als Abgesang auf ein Genre verstanden werden: Die Stilmittel des Western werden zwar durchdekliniert, jedoch wird die früher handlungstragende Gewaltspirale jetzt in ihrer zerstörerischen Kraft dargestellt.

Die Rolle des romantischen Liebhabers in Die Brücken am Fluss ist für Clint Eastwood so ungewöhnlich wie erfolgreich. Als Fotograf Robert Kincaid trifft er auf die Farmersfrau Francesca Johnson (Meryl Streep; Out of Africa - Jenseits von Afrika, Kramer gegen Kramer) und die beiden beginnen eine Affäre. Zwei Lebensentwürfe treffen aufeinander: der ungebundene, weltmännische des National-Geographic-Fotografen und der an Haus und Familie gebundene der Hausfrau und Mutter, die ihre Berufstätigkeit der Familie geopfert hat.

2005 ist das zweite Oscar-Jahr für Clint Eastwood, dessen Drama Million Dollar Baby (mit Hilary Swank und Morgan Freeman) zum großen Abräumer der Preisverleihung wird. Clint Eastwood ist inzwischen 74 Jahre alt und damit der bis dato älteste Regisseur, der einen Oscar für die beste Regie erhalten hat. Er spielt selber den Boxtrainer Frankie Dunn, der die 31-jährige Kellnerin Maggie Fitzgerald zur Profi-Boxerin ausbildet. Durch einen unfairen Kampf wird sie gelähmt. Die Darstellung von Sterbehilfe am Ende des Films löst in den USA starke Proteste aus.

Gran Torino von 2008 ist als fulminante Abschiedsvorstellung gedacht, doch Clint Eastwood dreht weiter. Invictus - Unbezwungen (2009; mit Morgan Freeman und Matt Damon) thematisiert eine Episode aus dem Leben von Nelson Mandela, der nach 27 Jahren im Gefängnis als erster schwarzer Präsident von Südafrika in seinem Land eine Rugby-Weltmeisterschaft ausrichten will. Für seine nächste Regie-Arbeit Hereafter – Das Leben danach (2010) holt sich Clint Eastwood gleich nochmal Matt Damon (Der Marsianer – Rettet Mark Watney, Filmreihe Jason Bourne) als Hauptdarsteller – dieses Mal als Medium, der mit toten Menschen kommunizieren kann. Der Film thematisiert außerdem die Terroranschläge 2005 in London sowie den Tsunami 2004 im Indischen Ozean. 2011 dreht Clint Eastwood J.Edgar (mit Armie Hammer, Naomi Watts und Judi Dench), eine filmische Biographie über den ersten FBI-Direktor J. Edgar Hoover mit Leonardo DiCaprio (The Revenant – Der Rückkehrer, Titanic) als Protagonisten.

Im Jahre 2012 als nunmehr 82-Jähriger tritt Clint Eastwood noch einmal als Hauptdarsteller vor die Kamera: In Back in the Game (mit Amy Adams, Justin Timberlake und John Goodman) spielt er einen Talent-Scout für einen Baseball-Club, dem jedoch aufgrund eines Augenleidens sein Job immer schwerer fällt, die Konkurrenz droht ihn abzuhängen. Es ist der bis dato letzte Film mit Clint Eastwood als Hauptdarsteller. Doch hinter der Kamera bleibt er weiter agil wie eh und je. Unter anderem dreht Clint Eastwood 2014 den Kriegsfilm American Sniper (mit Sienna Miller und Max Charles) mit Bradley Cooper (Filmreihe Hangover, Silver Linings) in der Hauptrolle des texanischen Militär-Scharfschützen Chris Kyle – der mit 160 nachgewiesenen tödlichen Treffern der "erfolgreichste" Schütze seiner Zunft war. Im Ausland wird die patriotisch eingefärbte Filmbiographie etwas zwiespältig aufgenommen. Den US-Amerikanern gefällt der Streifen dafür umso besser und sie lassen ordentlich die Kassen klingeln. Weltweit spielt American Sniper rund 500 Millionen US-Dollar ein, den Löwenanteil davon in den USA. Darüber hinaus erhält Clint Eastwood eine weitere Oscar-Nominierung für den Besten Film. Im September 2016 erscheint außerdem das Flugzeug-Drama Sully (mit Anna Gunn, Laura Linney und Aaron Eckhart) im Kino. Der Film handelt von dem US-Airways-Flug 1549, bei dem die Passagiermaschine wenige Minuten nach dem Start in New York wegen einem Vogelschwarm akute Triebwerkprobleme bekommt und droht abzustürzen. An Board sind 155 Passagiere und der Pilot Chesley „Sully“ Sullenberger (Tom Hanks; Bridge of Spies – Der Unterhändler, Inferno), der mit einer gewagten Notlandung auf dem Hudson River einen Super-GAU verhindern will.

Clint Eastwood zählt zu den populärsten Hollywood-Schauspielern überhaupt. Seit 1964 ist er in 45 Hauptrollen zu sehen. Nur John Wayne gilt als kommerziell erfolgreicher als Clint Eastwood. Auch als Regisseur und Produzent drückt er der Filmbranche seinen persönlichen Stempel auf.

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