Casey Affleck Filme

Geburtsname: Caleb Casey McGuire Affleck-Boldt
Geburtstag: 12. August 1975 in Falmouth, Massachusetts (USA)
Wichtigste Auszeichnungen:
1 Oscar, 1 Oscar-Nominierung, 1 Golden Globe, 1 Golden-Globe-Nominierung, 1 BAFTA

Mini-Biographie:

Casey Affleck ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur sowie der jüngere Bruder von Oscar-Preisträger Ben Affleck. Mit seinem Bruder stand er für die beiden Filme Chasing Amy und den Oscar-prämierten Good Will Hunting vor der Kamera. Eine tragende Rolle in Ocean’s Eleven und seinen Fortsetzungen steigerten seinen Bekanntheitsgrad weiter. Der Durchbruch gelang Casey Affleck mit dem Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, für den er Nominierungen für einen Oscar und einen Golden Globe erhielt. Sein größter Triumph bislang ist für Casey Affleck das Drama Manchester by the Sea, für das er einen Oscar, den Golden Globe sowie einen BAFTA gewann.  

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Die coolsten Filmzitate von Casey Affleck

„Ich war ein Niemand, mein ganzes Leben lang. Ich weiß ich hab nur eine Chance aber Sie können darauf wetten, dass ich sie nicht vertun werde.“
Der stets geduckte Robert Ford kämpft in dem Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford krampfhaft um Anerkennung und etwas Zuneigung von seinem Idol und Bandenchef Jesse James (Brad Pitt). Als beides ausbleibt und stattdessen noch Angst über dessen bleihaltige Launen hinzukommt, ergreift Robert Ford die Chance und seinen Colt, um... naja, der Rest steht ja im Filmtitel.

Lee Chandler: „Stell Dir vor Du kannst einen Mann mit auf eine Insel nehmen und weißt dass Dir nichts passiert weil er der Beste dafür ist. Er sorgt dafür dass Du glücklich bist. Du musst entscheiden zwischen mir und deinem Vater. Wenn nimmst Du mit?“
Patrick: „Meinen Daddy!“
Lee Chandler: „Ich denke nicht, dass Du damit falsch liegst.“
Selbst als kleines Kind, als das Verhältnis zu Onkel Lee (Casey Affleck) noch bestens war, wäre er bei Patrick (Lucas Hedges) erst an zweiter Stelle gekommen. Umso schwerer ist es nun für Lee, seinen Neffen in Manchester by the Sea nach dem Tode seines Vaters für sich zu gewinnen.

Wichtige Auszeichnungen:
2017: Oscar-Award, Golden-Globe-Award und BAFTA jeweils als Bester Hauptdarsteller für Manchester by the Sea
2016: Gotham Independent Film Award als Bester Schauspieler für Manchester by the Sea
2008: Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen jeweils als bester Nebendarsteller für Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Biografie Casey Affleck

Fast genau drei Jahre, nachdem sein älterer Bruder Ben Affleck (* 15. August 1972) das Licht der Welt erblickte, wird am 12. August 1975 Casey Affleck in Falmouth, Massachusetts geboren. Mutter Christine Anne (geborene Boldt) ist Lehrerin an der hiesigen Schule. Vater Timothy Byers Affleck ernährt seine Familie mit diversen Gelegenheitsarbeiten, etwa als Pharma-Vertreter, Sozialarbeiter, Hausmeister, Automechaniker oder auch Barkeeper. Nebenher schauspielert er bei der Theater Company of Boston. Die Eltern sind mittlerweile allerdings geschieden... Wie übrigens zu Ben Affleck, ist Matt Damon auch zu Casey Affleck ein entfernter Cousin, wenngleich die Bande in der Kindheit zwischen beiden durch den Altersunterschied nicht ganz so dick sind, wie zwischen Ben Affleck und Matt Damon. Trotzdem sollen sich auch ihre Wege im Laufe ihrer Schauspielkarriere noch sehr oft kreuzen.

Anders wie bei seinem Bruder Ben steht bei Casey Affleck augenscheinlich sein Studium im Vordergrund. Nach dem Besuch der George Washington University in Washington, D.C. geht er nach New York City auf die Columbia University, um Physik, Astronomie und Westliche Philosophie zu studieren. Allerdings infizierte sich auch Casey Affleck längst mit dem Schauspielvirus seiner Familie und lässt sich nebenbei bereits vereinzelt für TV-Produktionen engagieren. Am Ende seiner Studienzeit schließt er keinen seiner drei Studiengänge ab.

Casey Affleck und sein Karrierestart - mal mit, mal ohne Bruder Ben Affleck

Seine ersten Gehversuche auf der großen Kinoleinwand tätig Casey Affleck ohne seinen Bruder in der schwarz-humorigen Medien-Satire To Die For (1995), dafür aber mit jeder Menge anderer Stars wie Nicole Kidman (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Moulin Rouge), Matt Dillon (Verrückt nach Mary, Die Outsider) und Joaquin Phoenix (Walk the Line, Gladiator). In der schulischen Abenteuerkomödie rund um ein Solarautorennen mit dem Titel Race the Sun – Im Wettlauf mit der Zeit (1996) spielt er an der Seite von Halle Berry (James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag, Filmreihe X-Men) und James Belushi (Mein Partner mit der kalten Schnauze, TV-Serie Immer wieder Jim). Erst mit dem Außenseiter-Drama Good Will Hunting (1997; mit Robin Williams, Minnie Driver und Stellan Skarsgård) spielt Casey Affleck eine Nebenrolle an der Seite seines Bruders Ben Affleck (Argo, Batman v Superman: Dawn of Justice) und seines Cousins Matt Damon (Filmreihe Jason Bourne, Der Marsianer – Rettet Mark Watney). Die Protagonisten Matt Damon und Ben Affleck schreiben zu Good Will Hunting außerdem das Drehbuch, wofür die beiden Freunde sogar einen Oscar und einen Golden Globe gewinnen.

Im Laufe der Jahre etabliert sich Casey Affleck recht erfolgreich im Filmgeschäft, wenn auch zumeist in Nebenrollen und dann auch noch in eher mäßig erfolgreichen Produktionen, dazu gehört auch die Silvester-Komödie Eine Nacht in New York (1999; mit Kate Hudson, Paul Rudd und Christina Ricci), in der er eine der Hauptrollen an der Seite seines Bruder Ben Affleck bekommt. Einzig die beiden Teenie-Komödien American Pie – Wie ein heißer Apfelkuchen (1999; mit Jason Biggs, Shannon Elizabeth und Alyson Hannigan) und American Pie 2 (2001), in denen er jeweils eine kleine Nebenrolle besetzt, gelten in dieser Phase als kommerziell erfolgreich.

Casey Affleck wird festes Mitglied in der Ocean’s-Gang

Nach den eher durchwachsenen Filmjahren der jüngeren Vergangenheit ist es für Casey Affleck ein echter Glücksfall, als ihn Regisseur Steven Soderbergh (Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen, The Good German – In den Ruinen von Berlin) für seine Gaunerkomödie Ocean’s Eleven (2001) für die Ocean’n-Gang als Autotüftler engagiert. In jenem Blockbuster trifft er auf die aktuell größten Stars von Hollywood in Form von George Clooney (Monuments Men – Ungewöhnliche Helden, Money Monster), Julia Roberts (Pretty Woman, Erin Brockovich), Brad Pitt (Inglourious Basterds, Herz aus Stahl), Andy Garcia (The Untouchables – Die Unbestechlichen, Der Pate III) und abermals seinen Cousin Matt Damon. Ocean’s Eleven mutiert zu einem echten Kassenschlager und lässt somit die beiden Fortsetzungen Ocean’s 12 (2004) und Ocean’s 13 (2007) mit weitgehend gleicher Stammbesetzung folgen, zu der auch Casey Affleck gehört.

Das nächste Werk von Casey Affleck ist hingegen das ganze Gegenteil von Mainstream und selbst unter Cineasten nur ein Geheimtipp: das Drama heißt Gerry (2002) und handelt von zwei jungen Typen, beide namens Gerry, die in die Wüste ziehen, um etwas zu suchen, vor dem Ziel jedoch umkehren und sich dann aussichtslos verlaufen – es beginnt ein Kampf gegen die Hitze und den Tod. Der eine Gerry wird gespielt von Casey Affleck, den anderen Gerry mimt sein Cousin Matt Damon. Beide schreiben zudem das Drehbuch und übernehmen den Filmschnitt. Regie führt der von Good Will Hunting bekannte Regisseur Gus Van Sant (Psycho, Milk).

Casey Affleck im wilden Westen und ganz nah an seinem ersten Oscar

Der eigentliche Durchbruch im Kino gelingt Casey Affleck mit dem Western Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (2007; mit Zooey Deschanel, Ted Levine und Jeremy Renner) mit Brad Pitt als Jesses James und Casey Affleck als jenen Feigling Robert Ford. Auch wenn man beim Lesen des Filmtitels das Ende bereits erahnen kann, sind die Kritiker für den Western voll des Lobes – allen voran für Casey Affleck. Im Wesentlichen geht es in dem Film um den Schwächling Robert Ford, der aufgrund von Groschenromanen in Jesse James eine Art heldenhaften Robin Hood und sein großes Idol sieht. Als er dann mit seinem Idol tatsächlich auf Beutezug gehen darf und auch sonst mehr mit ihm zu tun bekommt, bemerkt er schnell, dass Jesse James ihn wenig leiden mag und auch sonst nicht die Lichtgestalt ist, die er sich aus seinen Groschenromanen erträumte. Statt Charme und Heldentum umgeben Jesse James Zynismus, Depressionen und Unberechenbarkeit – und er erschießt schon mal ein Bandenmitglied, wenn ihm seine Meinung nicht passt. Aus Angst, irgendwann der nächste zu sein und im Hinterkopf die ausgeschriebene Belohnung wissend, kommt es schließlich zu jenem Ende im Filmtitel – doch der Weg dorthin ist eine Zelebrierung feinster Schauspielkunst von Brad Pitt und Casey Affleck – Letzterer erhält dafür je eine Nominierung für einen Oscar sowie für einen Golden Globe.

Seine Ambitionen auf einen Oscar unterstreicht Casey Affleck nochmals mit dem von seinen Bruder Ben Affleck inszenierten Entführungsthriller Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (2007; mit Michelle Monaghan, Morgan Freeman und Ed Harris) – manch Kritiker bescheinigt Casey Affleck sogar seine bislang beste Leistung seiner Karriere, auch wenn die Awards für ihn nach diesem Film ausbleiben.

Kurz vor der Ziellinie zum ganz großen Durchbruch wird es um Casey Affleck etwas ruhiger. Über zwei Jahre bleibt er ganz von der großen Leinwand weg, danach folgen einige Independent-Produktionen, von denen eigentlich nur das Rachedrama Auge um Auge (2013; mit Woody Harrelson, Zoë Saldaña und Willem Dafoe) mit Christian Bale (Filmreihe The Dark Knight, The Big Short) in der Hauptrolle positiv heraussticht. 2014 bekleidet Casey Affleck noch eine Nebenrolle in dem Science-Fiction-Abenteuer Interstellar (2014; mit Anne Hathaway, Matt Damon und Michael Caine) als Filmsohn des Protagonisten Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club, TV-Serie True Detective).

Casey Affleck gelingt mit Manchester by the Sea der Trophäen-Hattrick

Nachdem es Casey Affleck in den letzten Jahren cineastisch etwas ruhiger anging, gibt er im Jahre 2016 auf der Leinwand wieder Vollgas. Den Anfang macht das historische Havarie-Drama The Finest Hours (mit Chris Pine, Ben Foster und Eric Bana). Der Film beruht auf wahren Begebenheiten aus dem Jahre 1952 und handelt um einem im Sturm zerbrochenen Öltanker, in dem die wenigen überlebenden Crew-Mitglieder versuchen, die mehr sinkenden als schwimmenden Überreste des Wracks in seichteres Gewässer zu steuern.

Richtig kriminell wird es hingegen in dem Cop-Thriller Triple 9 (mit Chiwetel Ejiofor, Kate Winslet und Woody Harrelson). Darin spielt Casey Affleck den jungen Cop Chris Allen, der von seinem Onkel und Chef ausgerechnet ins gefährlichste Viertel von Atlanta (Georgia) versetzt wird. Dort herrscht die russisch-israelische Mafia und macht mit bestechlichen Cops gemeinsame Sache. Als es für die korrupten Cops darum geht, einen großen Bankraub zu starten, senden sie zur Ablenkung den Funkcode „999“. Dieser Triple-9-Code bedeutet, dass ein Polizist ermordet wurde und dass alle verfügbaren Polizisten sofort an den Tatort kommen sollen. Die Finte soll für die uniformierten Bankräuber dazu dienen, bei ihrem Überfall freie Bahn zu haben. Fehlt nur noch das Opfer, welches den ermordeten Polizisten glaubhaft darstellen kann – und da kommt ihnen der Frischling Chris Allen gerade recht.

Der nächste Schauplatz führt uns in das 5.000 Einwohner beherbergende Küstenstädtchen Manchester by the Sea. Die Stadt wurde 1989 offiziell so umbenannt, weil es schließlich am Meer liegt und es in England und im Nachbarstaat New Hampshire ebenfalls ein Manchester gibt. Manchester by the Sea liegt im US-Staat Massachusetts, rund 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Boston. In Boston arbeitet auch der kontaktscheue und eigenbrötlerische Hausmeister Lee Chandler (Casey Affleck), der meist genervt von seinem Job und dem Leben an sich ist. Seine Nerven beruhigt er dann abends in Bars, wo er mit Alkohol und Schlägereien den Alltag hinter sich lässt. Eines Tages erreicht ihn die Nachricht über den Tod seines Bruders Joe aus dem Filmtitel gebenden Manchester by the Sea (mit Lucas Hedges, Michelle Williams und Kyle Chandler). Lee soll dort hinkommen, um für seinen Bruder den Nachlass zu regeln. Zum Nachlass gehört allerdings auch sein Neffe Patrick, für den er nun plötzlich die Vormundschaft hat. Würde er jene Vormundschaft annehmen, müsste er wohl sein Leben komplett umkrempeln – und das für einen in der Pubertät befindlichen Neffen, der nach langjährigem Wiedersehen noch sehr fremdelt und auch erst über den Krankheitstot seines Vaters hinwegkommen muss.

Die Idee zum Film stammt von Matt Damon, der sich auch an der Produktion mit beteiligte. Eigentlich wollte er zusätzlich die Hauptrolle des Lee Chandler übernehmen, doch andere Termine ließen dies nicht zu. Und so übergab Matt Damon die Rolle an seinen Cousin Casey Affleck, der in Manchester by the Sea vielleicht die Rolle seines Lebens spielt. Die Kritiker sind sich jedenfalls darüber einig, dass das Working-Class-Drama eine wahre Perle für echte Cineasten ist und dass Casey Affleck eine wahrlich Oscar-reife Leistung abliefert. Dies erkennt auch die Oscar-Jury entsprechend an und nach dem Golden Globe und dem BAFTA bekommt Casey Affleck tatsächlich den Oscar als Bester Hauptdarsteller überreicht. Damit schafft er etwas, was bislang noch nicht mal seinem großen berühmten Bruder Ben Affleck gelang: einen Oscar als Schauspieler zu gewinnen.

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