Mel Gibson Filme

Geburtsname: Mel Columcille Gerard Gibson
Geburtstag: 3. Januar 1956 in Peekskill, New York (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Oscars, 1 Golden Globe, 4 Golden-Globe-Nominierungen

Mini-Biographie:

Mel Gibson ist ein US-amerikanisch-australischer Filmschauspieler, Synchronsprecher, Filmregisseur und Produzent. Er ist vor allem bekannt als Actionheld, etwa in der Lethal-Weapon-Serie, und zählt in den 1990er-Jahren zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods. Der Mittelalter-Blockbuster Braveheart, in dem Mel Gibson auch Regie führt, ist sein größter Erfolg.

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Filme mit Mel Gibson

Coole Filmzitate von Mel Gibson

"Wie es eben so geht: Da fühlt man sich rundum wohl, und trotzdem gibt's Probleme."
Mel Gibson als der Fahrer (Driver) philosophiert über das Leben in Get the Gringo

"Wollen Sie lieber am Kreuz hängen oder die Nägel einschlagen!"
Mel Gibson als Thomas Craven macht klar, worum es geht - in Auftrag Rache

Lorna: "Dir scheint das Geld immer nachzulaufen."
Riggs: "Nein, es scheint zu wissen wo ich bin und wartet da."
Mel Gibson als Martin Riggs erklärt sein finanzielles Glück in Lethal Weapon 4 - Zwei Profis räumen auf

Wichtigste Auszeichnungen:

2017: Nominierungen für einen Goldenen Globe und einen Oscar sowie den Goldenen Himbeere-Erlöser-Award jeweils für seine Regie in Hacksaw Ridge – Die Entscheidung
2015: Goldene-Himbeere-Nominierung als Schlechtester Nebendarsteller für The Expendables 3
2007: Saturn-Award-Nominierung für die Beste Regie und BAFTA-Nominierung für den Besten nicht-englischsprachigen Film für Apocalypto
2001: Golden-Globe-Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Komödie) für Was Frauen wollen
1997: Golden-Globe-Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Drama) für Kopfgeld
1996: Oscar, Golden Globe und eine BAFTA-Nominierung jeweils für die Beste Regie für Braveheart, Oscar und eine Golden-Globe-Nominierung für den Besten Film für Braveheart
1983: Saturn-Award-Nominierung als Bester Hauptdarsteller für Mad Max 2

Mel Gibson Biographie

Mel Gibson wird am 3. Januar 1956 in Peekskill im US-Bundesstaat New York geboren. Seine Eltern sind der Eisenbahn-Bremser Hutton Gibson und Anne Patricia Gibson, geborene Reilly. Die Mutter ist in Irland geboren. Im Stammbaum von Mel Gibson finden sich außerdem englische, schottische und australische Wurzeln wieder. Er ist das sechste von elf Kindern seiner Eltern. Als Mel Gibson zwölf Jahre alt ist, wandert die Familie ins australische Sydney aus, woher auch die Großmutter väterlicherseits kommt. Mel Gibson besucht dort eine katholische Schule.

Die frühen Schauspieljahre des Mel Gibson

Eine seiner Schwestern entdeckt das schauspielerische Talent von Mel Gibson, der sich daraufhin beim "National Institute of Dramatic Art" (NIDA) in Sydney einschreibt. Die Ausbildung zielt eher auf klassisches Theaterspiel ab als auf eine Karriere beim Film. Manche seiner Kommilitonen werden später ebenfalls berühmte Schauspieler - so beispielsweise Judy Davis (Reise nach Indien, Naked Lunch), mit der Mel Gibson in einer Aufführung an der Schauspielschule die Titelrollen in William Shakespeares Romeo und Julia spielt. Auch Geoffrey Rush (The King's Speech, Filmreihe Fluch der Karibik) studiert zusammen mit Mel Gibson. Die beiden späteren Starschauspieler stehen nach ihrem Studium gemeinsam in Samuel Becketts Warten auf Godot auf der Bühne.

Nach dem Abschluss 1977 wird Mel Gibson Mitglied der staatlichen Theaterkompagnie (State Theatre Company of South Australia) in Adelaide. Dort lernt er Robyn Moore kennen, mit der Mel Gibson von 1980 bis 2009 verheiratet ist und sieben Kinder hat. Parallel zu seinen Bühnenengagements dreht Mel Gibson für das australische Fernsehen. Der Actionfilm Mad Max von 1979 ist die erste Kinoproduktion von Mel Gibson, der die Titelrolle des Polizisten Max Rockatansky spielt. Dieser muss sich durch eine post-apokalyptische Welt kämpfen. Der mit geringem Budget realisierte Film wird international sehr erfolgreich, sodass 1981 und 1985 jeweils eine aufwendig gedrehte Fortsetzung folgt: Mad Max 2 - Der Vollstrecker und Mad Max 3 - Jenseits der Donnerkuppel.

Der melodramatische Polit-Thriller Ein Jahr in der Hölle macht Mel Gibson zu einem internationalen Star. In einem von politischen Unruhen geprägten Indonesien trifft Mel Gibson als Reporter Guy Hamilton die britische Botschaftsangestellte Jill Bryant (Sigourney Weaver; Der Stadtneurotiker, Alien: Die Wiedergeburt), die beiden beginnen eine Liebesbeziehung. Die Filmhandlung bezieht sich auf die "Bewegung 30. September", den Versuch eines Staatsstreichs 1965 in Indonesien, dessen Umstände nie ganz aufgeklärt werden. In Indonesien ist der Film bis 2000 verboten.

Mel Gibson wird Hollywood-Superstar

Den Durchbruch als Hollywood-Schauspieler erlangt Mel Gibson mit dem Filmdrama Die Bounty (1984; mit Anthony Hopkins und Laurence Olivier), das die historisch belegte Meuterei von 1789 zum Inhalt hat. Mel Gibson spielt den Anführer Fletcher Christian, der sich in die Tochter eines Stammeshäuptlings verliebt. In dem Melodram Menschen am Fluss (1984; mit Sissy Spacek und Scott Glenn) kämpft Mel Gibson als Farmer Tom Garvey gegen Naturgewalten und um das wirtschaftliche Überleben.

Im gleichen Jahr wird Mel Gibson wegen Alkohols am Steuer für mehrere Monate der Führerschein entzogen. Um sein ausgeprägtes Suchtproblem in den Griff zu kriegen, zieht sich Mel Gibson für fast zwei Jahre auf seine Farm nach Australien zurück - was aber ebenso wenig nützt wie spätere Entziehungskuren. In einem Interview sagt Mel Gibson einmal, dass er mit 13 zu trinken begonnen habe und bezeichnet sich selbst als manisch-depressiven Charakter. Immer wieder bringt ihn sein Alkoholismus in Schwierigkeiten. Seiner Anerkennung als Schauspieler schadet das zunächst nicht. 1987 trinkt er, wie er im Nachhinein öffentlich gesteht, während der Dreharbeiten etwa zweieinhalb Liter Bier zum Frühstück...

Der Actionthriller Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis lässt Mel Gibson 1987 zum Superstar aufsteigen. Zusammen mit Danny Glover (Predator 2, 2012) ermittelt Mel Gibson als ungleiches Polizistenteam in Los Angeles. Die beiden geraten einem Heroin-Schmuggelring in die Quere, der ihnen natürlich im Gegenzug nach dem Leben trachtet. Mel Gibson verkörpert den Polizisten Martin Riggs, der zwischen psychischen Extremzuständen hin und her schwankt. Der Film des Regisseurs Richard Donner (Superman, 16 Blocks) ist ein Meilenstein des Actionthrillers. Auf den ersten Teil folgen drei Fortsetzungen: Leathal Weapon 2 - Brennpunkt L.A. (1989; mit Dann Glover und Joe Pesci), Leathal Weapon 3 - Die Profis sind zurück (1992; mit Danny Glover und Joe Pesci) und Leathal Weapon 4 (1998; mit Danny Glover und Joe Pesci). Mel Gibson wird zu einem der bestbezahlten Hollywood-Schauspieler.

Die Rolle des Actionhelden verkörpert Mel Gibson auch in dem Thriller Kopfgeld - Einer wird bezahlen! (1996; mit Rene Russo und Gary Sinise) bravourös. Er spielt den Großindustriellen Tom Mullen, dessen Sohn quasi vor seinen Augen entführt wird. In Payback - Zahltag (1999; mit Gregg Henry und James Coburn) - ein weiterer Actionthriller mit Mel Gibson in der Hauptrolle - wechselt der Star mal wieder die Seite und spielt einen professionellen Räuber. Auch der historische Kriegsfilm Der Patriot (2000; mit Heath Ledger und Joely Richardson) wird ein internationaler Erfolg. Mel Gibson spielt den Plantagenbauer Benjamin Martin, den wegen der Kriegsbegeisterung seiner Söhne während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges seine eigene Vergangenheit als grausamer Kriegsheld einholt. Im gleichen Jahr dreht Mel Gibson mit Jeremy Davies (Der Soldat James Ryan, Dogville) und Milla Jovovich (Filmreihe Resident Evil, Das fünfte Element) unter der Regie von Wim Wenders (Buena Vista Social Club, Der Himmel über Berlin) den Thriller The Million Dollar Hotel. Als FBI-Ermittler Skinner soll Mel Gibson einen vermeintlichen Selbstmord in einem heruntergekommenen Hotel aufklären. Der Film geht auf eine Idee des U2-Sängers Bono zurück: Das Musikvideo zu "Where the Streets Have No Name" wird 1987 auf dem Dach des Roslyn Million Dollar Hotels in Los Angeles gedreht.
Gegen Außerirdische kämpft Mel Gibson in dem Science-Fiction-Film Signs - Zeichen (2002; mit Joaquín Phoenix und Abigail Breslin). In dem Kriegsepos Wir waren Helden (2002; mit Greg Kinnear und Sam Elliott) ist die nordvietnamesische Armee der Gegner. Mel Gibson als Lieutenant Colonel Harold "Hai" G. Moore befehligt eine Einheit des US-Militärs im Vietnamkrieg. Die dargestellten Ereignisse beruhen auf Augenzeugenberichten, wie sie im Buch "We Were Soldiers Once... And Young" von Moore und dem Journalisten Joseph L. Galloway beschrieben sind.

Mel Gibsons Comeback-Versuch als Schauspieler

2002 äußert Mel Gibson, er würde künftig nur noch Rollen übernehmen, wenn das Drehbuch außerordentlich sei. Zwischen 2004 und 2010 ist Mel Gibson dann nicht mehr als Schauspieler zu sehen. Seine privaten Probleme - etwa rassistische Äußerungen im Suff, Rosenkriege mit seiner Ex-Frau sowie deren Nachfolgerin und Gewaltvorwürfen - ruinieren seinen Ruf, sogar in Hollywood kann man sich als Superstar nicht alles erlauben.

Anno 2010 startet Mel Gibson sein Comeback mit dem Polit-Thriller Auftrag Rache (mit Ray Winstone und Danny Huston). Dabei lässt er sich die Rolle des rächenden Vaters und Polizisten auf den Leib schneidern, was zumindest bei den Kritikern weitgehend auf Wohlwollen stößt. Im Folgejahr verpflichtet ihn Hauptdarstellerin und Regisseurin Jodie Foster (Elysium; Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel) für die männliche Hauptrolle in Der Biber (2011; mit Jennifer Lawrence und Anton Yelchin). Darin sucht ein depressiver Spielzeugfabrikant Hilfe bei einer Handpuppe in Form eines Bibers. Was zu Beginn tatsächlich zu funktionieren scheint, macht mit der Zeit alles nur noch viel schlimmer. Auch für dieses Drama finden die Kritiker freundliche Worte, doch an den Kinokassen verkommt Der Biber zu einem Flop. Der Gefängnis-Thriller Get the Gringo (2012; mit Kevin Hernandez und Daniel Giménez Cacho) lässt Mel Gibson in seiner Paraderolle des cleveren Ganoven wiederauferstehen. In den USA gibt es jedoch keinen offiziellen Kinostart für den Film, der nur als Video on Demand veröffentlicht wird.

Leider bringt auch der Exploitationsfilm Machete Kills (2013; mit Michelle Rodríguez, Amber Heard und Charlie Sheen) mit Danny Trejo (Machete, Filmreihe From Dusk Till Dawn) keine Wende. In der Fortsetzung von Machete (2010; mit Danny Trejo, Steven Seagal und Jessica Alba) agiert Mel Gibson als größenwahnsinniger Bösewicht, schindet damit aber wie auch der ganze Film weder bei Kritikern noch bei Zuschauern großen Eindruck. Den Schurken gibt Mel Gibson außerdem in dem Alt-Herren-Action-Thriller The Expendables 3 (2014; mit Sylvester Stallone, Jason Statham und Antonio Banderas), quasi ein Film mit Blockbuster-Garantie. Doch selbst jenes Action-Spektakel bleibt sowohl filmisch wie auch kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück, Mel Gibson wird sogar für eine Goldene Himbeere als Schlechtester Nebendarsteller nominiert. Der aktuell letzte Streich von Mel Gibson ist der französische Thriller Blood Father (2016; mit Elisabeth Röhm, William H. Macy und Erin Moriarty), in dem er als leiblicher Vater mit krimineller Knast-Vergangenheit nun seine plötzlich auftauchende leibliche Tochter vor zwielichtigen Gestalten beschützen muss. Der Film schafft es in Deutschland aber nicht in die Kinos und erscheint direkt für den Heimkinomarkt. Bis hierhin muss der Fan feststellen, dass das Comeback von Mel Gibson nur bedingt gelingt.

Mel Gibson als Regisseur

Bereits seit 1989 produziert Mel Gibson seine Filme selbst. In diesem Jahr gründet er die Produktionsfirma Icon Productions. Seit 1993 arbeitet Mel Gibson auch als Regisseur, zunächst in dem Filmdrama Der Mann ohne Gesicht (1993; mit Nick Stahl und Richard Masur), in dem er auch die Hauptrolle spielt: den Lehrer Justin McLeod, der in einer US-amerikanischen Kleinstadt bezichtigt wird, mit einem Schüler ein sexuelles Verhältnis zu haben. Der historische Kriegsfilm Braveheart (1995; mit Sophie Marceau und Brendan Gleeson) räumt 1996 fünf Oscars ab, darunter einen für die beste Regie. Mel Gibson führt als Freiheitskämpfer William Wallace im Mittelalter die schottische Armee gegen die Engländer an.

Im Jahr 2004 dreht Mel Gibson in Italien den Bibelfilm Die Passion Christi (mit James Caviezel und Monica Bellucci). Besonderes Augenmerk legt Mel Gibson auf die Gewaltszenen, die er mit Mitteln des Action-Kinos ausbaut und die ungewöhnlich lange dauern. Gegenüber Vorwürfen, die Darstellung sei überzogen, erklärt der Regisseur, das die Heftigkeit durchaus realistisch sei und dass Christus dies für die Menschen durchlitten habe. Seinen ursprünglichen Plan, den Film in Aramäisch, der Muttersprache Jesu, zu drehen, behält Mel Gibson bei. Bewusst verzichtet er auf Synchronisierung und beschränkt sich auf Untertitel. Der Passionsfilm wird einer der erfolgreichsten Filme der US-Kinogeschichte überhaupt. Er spielt weltweit über 600 Millionen Dollar ein.

Auch in dem Action- und Historiendrama Apocalypto (2006; mit Rudy Youngblood und Dalia Hernández) erzählt Mel Gibson seine blutrünstige Geschichte in der Originalsprache, die nur mit Untertiteln übersetzt und nicht synchronisiert wird. Die Rahmenhandlung: Angehörige des Stammes der Maya kämpfen im Vorfeld der spanischen Kolonialisierung gegen Menschenjäger. Zehn Jahre lässt sich Mel Gibson dann Zeit für sein nächstes Regie-Projekt. Es trägt den Titel Hacksaw Ridge – Die Entscheidung (2016; mit Sam Worthington, Vince Vaughn und Hugo Weaving) und erzählt die wahre Geschichte des Soldaten Desmond T. Doss (Andrew Garfield; Filmreihe The Amazing Spider-Man, The Social Network), der im Zweiten Weltkrieg zwar den Dienst an der Waffe verweigerte, dafür aber auf dem Schlachtfeld von Okinawa etwa 75 Kameraden das Leben rettete. Mel Gibson erntet für seine Regie-Leistung Nominierungen für einen Oscar und einen Golden Globe. Zudem erhält er den so genannten Goldene-Himbeere-Erlöser-Preis, nachdem er sich 2015 für The Expendables 3 eine Nominierung als Schlechtester Nebendarsteller einhandelte.

Abgesehen vom jüngsten Regieerfolg mit Hacksaw Ridge – Die Entscheidung, geriet die Hollywood-Karriere des Mel Gibson wegen seiner diversen Skandale und Negativschlagzeilen, die auf seine Trunksucht zurückgehen, doch ziemlich ins Stocken. Mit einigen seiner Charaktere, die Mel Gibson so erfolgreich verkörpert, verbindet den Schauspieler ja möglicherweise mehr als es scheint: Hinter emotionalen Ausbrüchen bis hin zur Gewalt verbirgt sich nicht selten eine psychisch labile Seite. Mel Gibson kennt psychische Extremzustände aus eigener Erfahrung, was eventuell ja seine Überzeugungskraft als Schauspieler ausmacht.

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