Katja Riemann Filme

Geburtsname: Katja Hannchen Leni Riemann
Geburtstag: 1. November 1963 in Kirchweyhe, Niedersachsen (Deutschland)
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Adolf-Grimme-Preise, 2 Bambis, 3 Deutsche Filmpreise, 3 Bayerische Filmpreise, 2 Goldene Kameras

Mini-Biographie:

Aus dem deutschen Film und Fernsehen ist Katja Riemann nicht mehr wegzudenken. Ihren großen Durchbruch feierte sie als Knast-Musikerin auf der Flucht in Bandits. Später glänzte Katja Riemann in Komödien wie Der bewegte Mann und ernsteren Filmen wie Das wahre Leben oder Ein fliehendes Pferd. Das junge Publikum kennt sie vor allem als Schulrektorin Gudrun Gerster in Fack ju Göhte.

Mehr >

Filme mit Katja Riemann

Beste Filmzitate von Katja Riemann

"Als ich das letzte Mal so aufgetakelt war wie du, hat mir jemand für eine halbe Stunde 20 Mark angeboten."
Katja Riemann alias Frenzy gibt Styling-Tipps in Abgeschminkt!

"Ich liebe Menschen, denen es schlecht geht. Deswegen bin ich Apothekerin geworden."
Katja Riemann alias Hella Moormann in Die Apothekerin

Kommissar Schwarz: "Ich hab 'ne Theorie: Nur dumme Kriminelle landen im Knast. Nun halte ich Sie für intelligent und obendrein für musikalisch. Ich mag eure Musik, ehrlich! Ich habe mir sogar eure CD besorgt. Sie haben nur einen schwachen Punkt, Emma. Sie engagieren sich für Menschen, die dieses Engagement nicht verdient haben."
Emma: "Muss ich eigentlich dabei sein, wenn er sich hier einen runterholt?"
Im Verhör ist Katja Riemann alias Emma von den Bandits nicht gerade umgänglich

Wichtigeste Auszeichnungen

2016: Courage-Preis für soziales Engagement
2014: Nominierung Deutscher Filmpreis als Beste Nebendarstellerin für Fack ju Göhte
2010: Bundesverdienstkreuz am Bande
2009: Adolf-Grimme-Preis für Das wahre Leben
2007: Bambi als Beste Darstellerin (national) für Ein fliehendes Pferd und Das wahre Leben
2004: Deutscher Filmpreis als Beste Nebendarstellerin für Agnes und seine Brüder
1998: Bayerischer Filmpreis für die Beste Musik für Bandits, Deutscher Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin für Die Apothekerin und Bandits
1997: Berliner Bär für Die Apothekerin
1996: Bayerischer Filmpreis als Beste Darstellerin für Stadtgespräch und Nur über meine Leiche, Deutscher Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin in Stadtgespräch 
1994: Bambi als Beste Darstellerin (national) für Der bewegte Mann, Bayerischer Filmpreis als Beste Darstellerin für Abgeschminkt! und Ein Mann für jede Tonart, Diva-Award
1992: Goldene Kamera für Von Gewalt keine Rede
1990: Goldene Kamera als Beste Nachwuchsschauspielerin für Regina auf den Stufen
1988: Adolf-Grimme-Preis in Gold für Sommer ins Lesmona

Katja Riemann Biographie

Katja Riemann wird 1963 im niedersächsischen Kirchweyhe als Tochter eines Lehrerehepaars geboren. Gemeinsam mit Bruder Jochen und Schwester Susanne, die später beide ebenfalls Lehrer werden, wächst Katja Riemann nahe Bremen auf. Nach Abschluss der Schule interessiert sich Katja Riemann ebenfalls für das Lehren. So beginnt sie 1983 ein Studium der Tanzpädagogik in Hamburg. Von dort wechselt Katja Riemann an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover und dann schließlich an die renommierte Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München. Noch bevor sie ihre Schauspielausbildung abgeschlossen hat, wird Katja Riemann schon Teil des Ensembles der Münchner Kammerspiele. Aber auch die Welt des Fernsehens interessiert die junge Katja Riemann. Ihr erster TV-Mehrteiler wird gleich ein großer Hit. Sommer in Lesmona erzählt von der 18-jährigen Tochter eines Bremer Großkaufmanns, die ihrer großen Liebe entsagt. Die Rolle der jungen Frau bringt Katja Riemann und dem restlichen Team gleich einen Grimme-Preis in Gold ein.

Der nächste Fernsehmehrteiler steht Sommer in Lesmona kaum nach. In Regina auf den Stufen übernimmt Katja Riemann die Hauptrolle. Regina reist 1955 illegal von Dresden in den Westen, wo sie nicht nur einen ehemaligen Kriegsgefangenen (Mark Kuhn; Die Akte Golgatha, TV-Serie Sturm der Liebe) kennenlernt, sondern auch viel von der Welt. Für Katja Riemann bedeutet die Rolle in der Romanverfilmung den Durchbruch. 1990 wird Katja Riemann für ihr Spiel in der populären ZDF-Serie als beste Nachwuchsdarstellerin mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. 1992 kann Katja Riemann den Preis gleich wieder entgegennehmen, dieses Mal für Von Gewalt keine Rede. In dem TV-Drama spielt sie eine junge Mutter, die von ihrem Chef (Peter Sattmann; Abgeschminkt!, Löwenzahn - Das Kinoabenteuer) vergewaltigt wird. So recht glauben will ihr jedoch niemand, und ohnehin sei das wohl eher ein Kavaliersdelikt". Katja Riemann beeindruckt in der Rolle - auch ihren Schauspielkollegen. Aus Katja Riemann und Peter Sattmann wird ein Paar, 1993 kommt die gemeinsame Tochter Paula zur Welt.

Katja Riemann und Katja von Garnier: Ein Film-Traumpaar

Die Familienplanung hinterlässt jedoch keine größere Lücke in Katja Riemanns Lebenslauf. 1992 arbeitet Katja Riemann erstmals mit Katja von Garnier (Ostwind, Blood and Chocolate) zusammen. Die Regisseurin besetzt Katja Riemann in Abgeschminkt!. Die Komödie mit Katja Riemann und Nina Kronjäger (Stellungswechsel, Elementarteilchen) wird ein großer Publikumserfolg - und da es sich um Katja von Garniers 55-minütigen Hochschulabschlussfilm handelt, auch eine große Überraschung. Die Geschichte von Cartoonistin Frenzy (Katja Riemann), die die Liebe sucht und dabei mit unmöglichen Männern zusammenkommt und mit ihrer Freundin Maischa (Nina Kronjäger) austauscht, nimmt 1993 vorweg, was Sex and the City mehr als 15 Jahre später wieder aufgreift. Dafür erhält Katja von Garnier unter anderem den Bayerischen Filmpreis.

Einen weiteren Hit landet Katja Riemann 1994 mit Der bewegte Mann. Die Komödie aus der Hand von Sönke Wortmann (Das Superweib, Das Wunder von Bern) und mit Til Schweiger (Kokowääh, Keinohrhasen), Armin Rohde (Jud Süß - Film ohne Gewissen, Lola rennt) und Rufus Beck (Germanikus, Der Räuber Hotzenplotz) wird zum erfolgreichsten Film des Jahres - und bringt dem Regisseur und dem restlichen Team reihenweise Preise ein, darunter der Deutsche Filmpreis für die Regie, den besten Film und Joachim Król (Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki, Tatort) als Darsteller. Katja Riemann bekommt den Bambi als beste Darstellerin.

Noch im selben Jahr steht Katja Riemann für Hans-Christian Schmids (Requiem, Crazy) Himmel und Hölle (mit Hannelore Hoger und Michael von Au) vor der Kamera, um dann schließlich erneut mit Regisseur Rainer Kaufmann (Marias letzte Reise, Kalt ist der Abendhauch) zusammenzuarbeiten. Der Regisseur, den Katja Riemann bereits von einem Kurzfilm kennt, besetzt sie in Stadtgespräch (mit Martina Gedeck, Kai Wiesinger und Moritz Bleibtreu), einer liebeswerten Filmkomödie über eine Radiomoderatorin, die Liebesratsschläge verteilt. Der Film bringt nicht nur Katja Riemann eine Reihe von Auszeichnungen ein, sondern auch dem damals noch recht unerfahrenen Regisseur. Künftig arbeiten Rainer Kaufmann und Katja Riemann regelmäßig zusammen: 1997 gibt er Katja Riemann die Rolle der eifersüchtigen Giftmischerin in Die Apothekerin (mit Jürgen Vogel und Richy Müller), 1999 folgt mit Long Hello and Short Goodbye ein Film über einen Safeknacker und 2003 die Verwechslungskomödie Der Job seines Lebens (mit Wolfgang Stumph und Katharina Thalbach). 2007 schließlich besetzt Rainer Kaufmann Katja Riemann in der Buchadaption von Ein fliehendes Pferd, das von einem Paar im mittleren Alter erzählt (Katja Riemann und Ulrich Noethen), dessen Beziehung durch ein Treffen mit einem alten Bekannten (Ulrich Tukur) und seiner Frau (Petra Schmidt-Schaller) in Frage gestellt wird.

Katja Riemann singend und trommelnd auf der Flucht

Ein Wiedersehen feiert Katja Riemann auch mit Katja von Garnier. 1996 kommt Bandits in die Kinos. Der Film über vier Gefängnisinsassinnen (Katja Riemann, Jasmin Tabatabai, Nicolette Krebitz und Jutta Hoffmann), die eine Band gründen und aus der Haft türmen, wird erneut ein großer Erfolg. Und nicht nur der Film, sondern auch der Soundtrack. Katja Riemann, die für die Rolle sogar ein wenig Schlagzeugspielen lernte, wird für ihre Arbeit in Bandits mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Doch auch mit anderen Regisseuren arbeitet Katja Riemann erfolgreich zusammen. 1997 kommt die Geschichte der Comedian Harmonists in die Kinos, bei dem Joseph Vilsmaier (Nanga Parbat, Die Geschichte vom Brandner Kaspar) Regie führt und Katja Riemann eine kleine Rolle neben Heino Ferch (Der Untergang, Lola rennt), Ben Becker (Schlafes Bruder, Otto - Der Katastrophenfilm), Ulrich Noethen (Hannah Arendt, Oh Boy) und Kai Wiesinger (14 Tage lebenslänglich, Kleine Haie) zufällt. Auch dieser Film über eine Gesangsgruppe im Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg wird wieder ein großer Erfolg - beim Publikum und bei den Kritikern.

Katja Riemann als Mutter von Bibi Blocksberg

Auch mit Kai Wessel (Hilde, Die Flucht) arbeitet Katja Riemann 2001 erstmals zusammen. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist Goebbels und Geduldig, ein Fernsehfilm über die NS-Zeit. Ein verwandtes Thema berührt auch Rosenstraße, der Katja Riemann mit Margarethe von Trotta (Ich bin die Andere, Hannah Arendt) zusammenbringt. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin erzählt darin die Geschichte der in New York lebenden Ruth, die sich an ihre jüdischen Wurzeln erinnert und auch an ihre Zeit im Nazi-Deutschland.

Katja Riemann beherrscht aber nicht nur die Dramen und tragischen Liebesgeschichten, sondern auch das unterhaltsame Fach. So besetzt sie Hermine Huntgeburth (Tom Sawyer, Die weiße Massai) 2002 für die populäre Kinderverfilmung Bibi Blocksberg (mit Sidonie von Krosigk, Ulrich Noethen und Corinna Harfouch) als hexende Mutter Barbara Blocksberg. 2004 übernimmt Katja Riemann die Rolle erneut in Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eule (mit Marie Luise Stahl und Monica Bleibtreu). Komödiantisches Talent zeigt Katja Riemann auch in Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler, bei dem Helge Schneider (00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter, Praxis Dr. Hasenbein) in die Rolle des Führers schlüpft und Katja Riemann seine Partnerin Eva Braun spielt.

Auch mit Regisseur Bora Dagtekin (Wo ist Fred?Doctor's Diary - Männer sind die beste Medizin) verbindet Katja Riemann eine erfolgreiche Zusammenarbeit. 2010 machen sie gemeinsam den Kinohit Türkisch für Anfänger (mit Josefine Preuß und Elyas M'Barek), 2013 folgt der noch größere Hit Fack ju Göhte (mit Elyas M'Barek, Jella Haase und Karoline Herfurth). Den Schul-Klamauk wollen knapp 7,4 Millionen Besucher in Deutschland sehen, womit Fack ju Göhte zum erfolgreichsten Film des Jahres wird. Zwei Jahre später erscheint dann die Fortsetzung Fack ju Göhte 2, worin Katja Riemann abermals die Schuldirektorin Gudrun Gerster spielt. Das Sequel lockt sogar über 7,6 Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser und wird selbstredend wieder der erfolgreichste Kinofilm des Jahres. Noch im gleichen Jahr erscheint ein weiterer deutscher Erfolgsfilm mit Katja Riemann in der weiblichen Hauptrolle: in der Satire Er ist wieder da (mit Fabian Busch, Christoph Maria Herbst und Franziska Wulf) spielt sie eine Art Managerin des wieder auferstandenen Führers Adolf Hitler (Oliver Masucci; Das Blut der Templer, Vulkan). 2016 spielt Katja Riemann im Regie-Debut ihrer Schauspielkollegin Karoline Herfurth, mit der sie ja bereits in den beiden Fack ju Göhte-Filmen zusammenarbeitete. Jene Komödie läuft unter dem Titel SMS für Dich (mit Friedrich Mücke, Nora Tschirner und Tom Beck), worin die Protagonistin Karoline Herfurth alias Clara immer noch SMS an ihre vor zwei Jahren verstorbene große Liebe Ben schickt. Doch was sie nicht weiß: die Nummer ist längst neu vergeben… 

Einen ihrer größten Kritikererfolge feiert Katja Riemann jedoch mit einer Tragikomödie. Das wahre Leben aus dem Jahre 2006 erzählt die Geschichte eines Workaholics (Ulrich Noethen), der seinen Job verliert und beginnt, sich mit seiner Familie auseinanderzusetzen. Doch als idyllische Kleinfamilie taugt die nichts - seine Frau (Katja Riemann) betrügt ihn, sein älterer Sohn (Volker Bruch; Der Rote BaronNanga Parbat) hat beim Bund sein Interesse an Männern entdeckt, während der Jüngere (Josef Mattes; Groupies bleiben nicht zum FrühstückDie Flucht) sich nach Aufmerksamkeit sehnt. Viel besser läuft es jedoch bei den Nachbarn auch nicht: Alkoholismus, Tablettenabhängigkeit und Suizidversuche prägen Familie Krüger (Hannah Herzsprung, Alexander Held und Juliane Köhler). Der Film von Alain Gsponer (Das kleine GespenstLila, Lila) kann unter anderem Trophäen beim Grimme-Preis, dem Deutschen Filmpreis und dem Bambi abräumen.

Alle maxdome Stars

Login

Neu bei maxdome?

Kein Abo, keine Vertragsbindung. Über 60.000 Videos im Store einzeln leihen oder kaufen. Auf deinem Fernseher, mobilen Endgerät oder über PC/Mac ansehen.

Bereits Kunde?

Neues Passwort anfordern

Sorry

Schließen