Iris Berben Filme

Geburtsname: Iris Berben
Geburtstag: 12. August 1950 in Detmold
Wichtigste Auszeichnungen: 2 Goldene Kameras, 2 Grimme Preise, 3 Bambi, Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1 Goldene Europa, 1 Bayerischer Fernsehpreis

Mini-Biographie:

Iris Berben ist eine deutsche Schauspielerin und zählt zu den beliebtesten weiblichen TV-Stars in Deutschland. Neben ihrem künstlerischen Engagement setzt sich Iris Berben seit Jahren für Verständigung und Toleranz, für die historische Verantwortung Deutschlands, für Menschenwürde und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen ein.

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Filme mit Iris Berben

Beste Filmzitate von Iris Berben

"Ich kann doch nicht mit jedem Mann schlafen, der mir gefällt."
Iris Berben in ihrer ersten Kinorolle als Annabella in der Krimi-Groteske Detektive von 1969

"Euer Leben soll Richard Wagner gehören. Nur wenn ihr entsagt, kann er unsterblich werden."
Iris Berben Wagner-Ehefrau Cosima in Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte

"Älter werde ich später."
Für den valentinesken Ausspruch, der zugleich Lebensmotto und Titel ihres Anti-Aging-Buches ist, wurde ihr 2007 von der Münchner Faschingsgesellschaft der Karl-Valentin-Orden verliehen

Wichtigste Auszeichnungen:

2015: Verdienstorden des Landes Berlin sowie Herbert-Strate-Preis
2014: Erich-Kästner-Preis sowie Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten
2013: Theodor Lessing Preis, Europäischer Kulturpreis „Pro-Humanitate“, Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin
2012: Grimme Preis und Goldene Kamera
2011: Bayerischer Fernsehpreis (Lebenswerk), Courage-Preis sowie Bayerische Verfassungsmedaille in Silber
2010: Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig (Kategorie Gesellschaftliches Engagement)
2009: Auszeichnung für Zivilcourage
2008: Adolf Grimme Preis (Besondere Ehrung)
2007: Karl-Valentin-Orden (für ihr Lebensmotto „Älter werde ich später“)
2004, 2005, 2007: Goldene Romy (Beste/Beliebteste Schauspielerin)
2003: Bundesverdienstkreuz
2000: Goldene Europa (GALA-Sonderpreis)
1990, 2002, 2009 Bambi (u.a. für ihre Rolle als Bertha Krupp in Krupp - Eine deutsche Familie, 2009)
1987, 2004 Goldene Kamera (1987: Sketchup, zusammen mit Sketch-Partner Diether Krebs; 2004 gab es den Preis fürs TV-Jubiläum)

Iris Berben Biographie

Widerspenstig - sich nicht in eine Schublade stecken lassen. Klar und deutlich für das eintreten, was ihr wichtig ist - egal, ob es "mehrheitsfähig" ist. So in etwa könnte man die Persönlichkeit der Iris Berben beschreiben. Früh schon deutet sich an, das die in Detmold geborene und in Hamburg aufgewachsene Tochter eines Gastronomen-Ehepaars einmal kein Leben als graues Mäuschen führen wird. Schon in der Schule geht sie ihren eigenen Weg, unangepasst, erlaubt sich eine eigene Meinung, eckt immer wieder an. Nach zweimaligem Rauswurf beendet Iris Berben dieses Kapitel - ohne Abschluss. Stattdessen macht vor dem Kamera auf sich aufmerksam: Bereits mit 18 spielt Iris Berben in Kurzfilmen der Hamburger Kunsthochschule, die bei den renommierten Oberhausener Kurzfilmtagen präsentiert werden. Bald darauf dreht sie ihren ersten richtigen TV-Film, Brandstifter (1969). Regisseur: Klaus Lemke, der in den späten 70er Jahren mit Schwabinger Milieukomödien wie Amore oder Arabische Nächte und den Laienschauspielern Cleo Kretschmer (Schulmädchenreport, Eine ganz heiße Nummer) und Wolfgang Fierek (Monaco Franze, Ein Bayer auf Rügen) Kultstatus erlangt. Im selben Jahr gibt Iris Berben unter der Regie von Rudolf Thome in Detektive ihr Kinodebüt. Ein Jahr später wird sie für eine Nebenrolle in Sergio Corbuccis Italo-Western Zwei Companeros engagiert. Hier spielt sie erstmals an der Seite eines internationalen Stars: Franco Nero (Django, Django Unchained).

Iris Berben: Vom Klimbim-Klamauk zur Charakterdarstellerin

Ihren Durchbruch beim großen Publikum feiert Iris Berben Mitte der 70er Jahre an der Seite der drallen Ulknudel Ingrid Steger (Schulmädchenreport, Klimbim) in Zwei himmlische Töchter, Regisseur Michael Pfleghars sechsteiliger Comedy-Serie. Darin spielt Iris Berben die Nachtclubtänzerin Chantal, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Kiki (Ingrid Steeger) eine alte Junkers Ju 52 erbt und daraufhin eine Charterflug-Gesellschaft gründet. Die beiden sexy Flugbegleiterinnen fesseln das TV-Publikum, insbesondere den männlichen Teil, und beherrschen den Boulevard. Nach zahlreichen weiteren Rollen für Kino und Fernsehen, darunter in Krimiserien wie Derrick oder Der Alte entwickelt sich 1985/86 die Sketche-Show Sketchup zu einem weiteren großen TV-Highlight und für Iris Berben - diesmal an der Seite von Diether Krebs. Und zu einer weiteren Gelegenheit, ihr Comedy-Talent unter Beweis zu stellen. Im Gegensatz zu manch anderen Darstellerinnen, die in den 70er Jahren im Comedy-Fach reüssieren, wie Ingrid Steeger, Elisabeth Volkmann (Klimbim, Alpenglühen im Dirndlrock) Beatrice Richter (Rudis Tagesshow, Sketchup), oder Helga Feddersen (Am laufenden Band, Ein Herz und eine Seele) gelingt Iris Berben der Wechsel zur ernst zu nehmenden und vielseitigen Schauspielerin.

Zunächst avanciert sie in Das Erbe der Guldenburgs einmal mehr zum Publikumliebling. Die gelungene Mischung aus trivialer Soap und bewegender Familiensaga aus Adelskreisen gehört bis heute zu den erfolgreichsten deutschen Fernsehserien und hält zwischen 1986 und 1990 regelmäßig bis zu zehn Millionen Zuschauer in Atem. Wer glaubt, Iris Berben sei mit 40 Jahren am Höhepunkt ihrer Karriere angelangt, sieht sich getäuscht. Denn erst 1994 schlüpft sie für 19 Jahre in ihre wohl bekannteste Rolle, nämlich die der Kommissarin Rosa Roth in der gleichnamigen ZDF-Krimiserie. Damit bricht Iris Berben in eine Männerdomäne ein - das Kommissar-Genre ist zu dieser Zeit überwiegend maskulin besetzt. Mit verantwortlich dafür ist ihr Sohn, der Film- und TV-Produzent Oliver Berben (Elementarteilchen, Die Päpstin). Gemeinsam mit Regisseur Carlo Rola (Polizeiruf 110, Krupp - Eine deutsche Familie) entwickeln Mutter und Sohn die Rolle der leidenschaftlichen, unbestechlichen Polizistin, die mit Einfühlungsvermögen, Charme und Hartnäckigkeit ihre Fälle löst. Nach 30 Folgen wird im November 2013 dann der letzte Fall gelöst.

Auch die Jahrtausendwende kann Iris Berben nicht stoppen: Mit TV-Filmen wie Ein mörderischer Plan, Fahr zur Hölle, Schwester und Wer liebt hat Recht sowie Kino-Rollen wie in 666 - Traue keinem, mit dem du schläfst! (frei nach Goethes Faust) an der Seite von Jan Josef Liefers (Tatort, Die Sturmflut) bestätigt sie ihren Ruf als eine der profiliertesten und vielseitigsten deutschen Schauspielerinnen. Dabei stellt sie die taffe Kämpfernatur wie in Die Patriarchin oder in dem Event-Mehrteiler aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, Afrika, mon amour, ebenso überzeugend dar wie die verletzte Ehefrau in Silberhochzeit oder die ebenso attraktive wie alkoholisierte Versagerin an der Seite von Heino Ferch (Lola rennt, Der Untergang) in dem Drama Die Mauer.

Iris Berben als Historienmutter

Iris Berben versteht es in allen Rollen zu begeistern. Auch in Buddenbrooks (mit Armin Mueller-Stahl und Jessica Schwarz) nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann. In dem Familiendrama verkörpert sie die Konsulin Bethsy Buddenbrook - wieder eine dieser groß angelegten Charakterrollen, die Iris Berben seit der Jahrtausendwende besonders liebt. Eine weitere davon ist die Rolle der Patriarchin Bertha Krupp in dem Historienfilm Krupp - Eine deutsche Familie. Darin geht es um das Verhältnis des Stahlbarons Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (Benjamin Sadler; TV-Krimireihe TatortDer Untergang der Pamir) zu seiner Übermutter Bertha. Passend dazu kommt für die Rolle der Wagner-Ehefrau Cosima im Historien-Dreiteiler Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte von Produzent Oliver Berben auch nur wieder seine Mutter, Iris Berben, in Frage. Die aufwändige deutsch-österreichische Ko-Produktion läuft am 14. Dezember 2013 im ORF, das ZDF zeigt sie am 23. Februar 2014. Als Komponist Richard Wagner ist Justus von Dohnanyi (Das ExperimentMännerherzen) zu sehen.

Selbst mit Mitte 60 bleibt Iris Berben emsig wie eh und je und ist jährlich in mindestens einer größeren TV-Produktion zu sehen, wie etwa in Sternstunde ihres Lebens oder Das Zeugenhaus. Ebenso häufig bleibt ihre Präsenz in den Lichtspielhäusern. 2014 agiert sie in der knisternden Senioren-Komödie Miss Sixty (mit Edgar Selge und Carmen-Maja Antoni), im Jahr darauf sieht man Iris Berben in der Liebeskomödie Traumfrauen (mit Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth und Elyas M’Barek). 2016 spielt Iris Berben sogar in einer großen internationalen Kinoproduktion eine Nebenrolle: In der Sportler-Biographie Eddie the Eagle – Alles ist möglich über den britischen Skiflieger Michael Edwards verkörpert sie eine Wirtin in Garmisch Patenkirchen, die dem mittellosen Eddie (Taron Egerton; Kingsman: The Secret Service, Legend) während des Trainings eine kostenlose Bleibe in ihrer Abstellkammer gewährt. Im Film spielen außerdem die beiden Hollywood-Stars Hugh Jackman (Filmreihe X-Men, Les Misérables) sowie Christopher Walken (Die durch die Hölle gehen, James Bond 007 – Im Angesicht des Todes).

Iris Berben: Gegen den Strich gebürstet

Der Mut, den Mund aufzumachen - als Schülerin kostet er sie letztlich das Abitur. Ihre Widerstandskraft geprägt haben vor allem die frühe Trennung der Eltern (sie wächst teilweise bei den Großeltern auf) und die einschneidenden Erfahrungen im Internat, wo sie mit ihrem Freigeist immer wieder aneckt. Eine Ehe kommt für sie wohl auch deshalb nicht in Frage, selbst den Vater ihres Sohnes Oliver, den sie mit 21 bekommt, hält Iris Berben bis heute geheim. Ihr Privatleben hält Iris Berben weitgehend unter Verschluss: Ende der 60er Jahre ist Iris Berben mit dem israelischen Sänger Abi Ofarim liiert. 32 Jahre lang hält die Beziehung mit dem Münchner Geschäftsmann Gabriel Lewy. Im Juni 2006 geben die beiden ihre Trennung bekannt. Ihre langjährige Wahl-Heimat München hat Iris Berben schon kurz vorher verlassen, sie lebt inzwischen hauptsächlich in Berlin. Wohl fühlt sie sich aber auch in New York, Israel und Portugal, wo ihre Mutter lebt. Bei den Dreharbeiten zum ZDF-Film Afrika, mon amour verliebt sich Iris Berben Ende 2006 in den zehn Jahre jüngeren Stuntman Holger Kiesow. Der Altersunterschied spielt für Iris Berben natürlich keine Rolle. "Älter werde ich später" ist also zu Recht ihr Lebensmotto, für das sie 2007 mit dem Karl-Valentin-Orden der Münchner Faschingsgesellschaft ausgezeichnet wird.

Iris Berben kämpft gegen das Vergessen

Neben ihrem Beruf als Schauspielerin engagiert sich Iris Berben gegen das Vergessen, gegen Antisemitismus und für Toleranz. Ende der 90er Jahre liest sie gemeinsam mit ihrem Sohn an Schulen aus dem Buch Mama, was ist Auschwitz?. Ein großer Erfolg werden 2002 ihre von Regisseur Michael Verhoeven (Die weiße Rose, Das schreckliche Mädchen) inszenierten gegenüberstellenden Lesungen aus den Tagebüchern von Anne Frank und Joseph Goebbels. Mit ihren Lesungen Hitlers Tischgespräche aus dem Führerhauptquartier und Aufzeichnungen von Holocaust-Opfern erinnert sie 2004 an das grausamste Kapitel der deutschen Geschichte. Für ihr politisches Engagement erhält sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz und wird 2002 vom Zentralrat der Juden Deutschlands mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus unterstützt Iris Berben den Verein Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland, der sich in ganz Deutschland gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und rechtsextreme Gewalt einsetzt. Und tierlieb ist Iris Berben auch: Jack-Russel-Terrier Paul, sie nennt ihn sinnigerweise Paul Berben, ist seit 2001 ihr ständiger Begleiter. Und er ist das einzige im Leben von Iris Berben, was nicht gegen den Strich gebürstet ist.

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