Hannelore Elsner Filme

Geburtsname: Hannelore Elstner
Geburtstag: 26. Juli 1942 in Burghausen
Wichtigste Auszeichnungen: zweimal Bayerischer Filmpreis, zweimal Deutscher Filmpreis, ein Bambi

Mini-Biographie:

Als Kommissarin gehört Hannelore Elsner jahrelang zum deutschen Fernsehabend. Aber die deutsche Schauspielern glänzt auch in Kinoproduktionen wie Kirschblüten - Hanami oder Die Unberührbare.

Mehr >

Filme mit Hannelore Elsner

Beste Filmzitate von Hannelore Elsner

"Mich macht es krank, zu sehen, wie diese Einheitsmenschen sich hier breit machen, es ekelt mich an, wie die in den Unterhosen wühlen, wie die raffen. Mir ist jetzt erst schlagartig die deprimierende Wahrheit bewusst geworden, dass die für Mon Cheri-Pralinen kämpfen, und damit sie sich West-Tampons, Colaflaschen und Bananen in ihre Fotze stopfen können. Die kämpfen doch nicht im Sinne von Lenin für die Wahrheit. Diese Menschen haben doch jede Achtung und Selbstachtung verloren!"
Hannelore Elsner alias Hannah sieht mit dem Mauerfall schwarz in Die Unberührbare

"Liebe ist immer eine Zumutung für alle Beteiligten."
Hannelore Elsner als eine namenslose Schauspielerin in Mein letzter Film

Wichtige Auszeichnungen:

2016: Askania Award
2015: Romy in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Kino/TV-Film
2014: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
2012: Ehrenpreis zum Hessischen Film- und Kinopreis
2011: Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises 2010
2008: Bayerischer Verdienstorden
2006: Bayerischer Fernsehpreis für ihr Lebenswerk
2005: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
2003: Deutscher Filmpreis für die beste weibliche Hauptrolle in Mein letzter Film, Hessischer Fernsehpreis für Claras Schatz
2002: Grimme-Preis (Fiction/Entertainment) für Ende der Saison, Bambi als beste Darstellerin National für Mein letzter Film
2001: Diva-Award
2000: Bayerischer Filmpreis, Deutscher Filmpreis sowie Preis der deutschen Filmkritik als jeweils Beste Darstellerin für Die Unberührbare
1997: Bundesverdienstkreuz (am Bande)
1995: Telestar als Beste Darstellerin in einer Serie für Die Kommissarin
1972: Goldene Kamera für Iwanov

Hannelore Elsner Biographie

Mitten im zweiten Weltkrieg wird Hannelore Elstner - das t" im Namen verliert sie erst später - im bayerischen Burghausen geboren. Ihr zwei Jahre älterer Bruder stirbt kurz vor Kriegsende bei einem Fliegerangriff, so dass Hannelore Elsner mit ihren Eltern alleine aufwächst - bis auch ihr Vater stirbt. Der Ingenieur stirbt als seine Tochter acht Jahre alt ist und lässt Frau und Kind alleine in München zurück, wo Hannelore Elsner schließlich aufwächst.

Hannelore Elsner macht eine Schauspielausbildung und sichert sich nach Abschluss ihres Studiums diverse Engagements am Theater. Ihr Aussehen bringt ihr schnell weitere Jobs ein, sodass Hannelore Elsner bereits als Teenager neben einem großen Star vor der Filmkamera spielen darf. Ihr Filmdebüt gibt Hannelore Elsner an der Seite von Freddy Quinn (Die wilden Fünfziger, Freddy und das Lied der Prärie) in Freddy unter fremden Sternen. Der Musikfilm wird der erfolgreichste Film des Jahres 1960 und wird als erfolgreichster deutscher Film mit einem Bambi ausgezeichnet. So beginnen die Swinging Sixties für die damals gerade volljährig gewordene Hannelore Elser sehr gut.

Es folgt eine ganze Reihe unterhaltsamer Filme, in denen Hannelore Elser den hübschen Hingucker geben darf oder mal eben durchs Bild huscht. So wie in dem Liebesfilm Alt Heidelberg, der von der deutschen Filmlegende Arthur Brauner (Hitlerjunge Salomon, Blutiger Schnee) produziert wird und unter anderem mit dem späteren Bond-Bösewicht Gert Fröbe (Es geschah am helllichten Tag, James Bond 007 - Goldfinger) besetzt ist. Hannelore Elsner spielt in der Verfilmung eines Theaterstücks eine hübsche Kellnerin. Doch die Rollen werden mit der Zeit größer, was sie auch ihrer Präsenz im deutschen Fernsehen zu verdanken hat. 1961 spielt Hannelore Elsner in Und sowas nennt sich Leben neben Karin Baal (Das Mädchen Rosemarie, Die Halbstarken), Michael Hinz (Die Brücke, Der längste Tag) und der jungen Elke Sommer (Das Totenschiff, Unter Geiern). 1962 steht Hannelore Elser für zwei Fernsehserien vor der Kamera. Funkstreife Isar 12 ist eine Polizeiserie und die erste Serie des noch jungen Bayerischen Rundfunks. Im Lauf der Serie geben sich dort Stars wie Annemarie Wendl (Lindenstraße; Bewegte Männer); Helmut Fischer (Zärtliche Chaoten, Monaco Franze - Der ewige Stenz) und Elmar Wepper (Kirschblüten - Hanami, TV-Serie Irgendwie und Sowieso) die Ehre. Die zweite Serie, in der Hannelore Elsner spielt, ist die Krimiserie Stahlnetz und ist ebenfalls beim Publikum sehr beliebt.

Hannelore Elsner trifft Harald Juhnke

Eine größere Herausforderung kommt mit Die endlose Nacht auf Hannelore Elsner zu. In dem Drama von 1963 übernimmt Hannelore Elsner die Rolle eines verarmten Film-Sternchens, das nicht einmal mehr genug Geld hat, um ein Hotelzimmer zu bezahlen. Der Film von Will Tremper (Flucht nach Berlin, Playgirl) mit Karin Hübner (Die lustige Witwe, Soldatensender Calais); Harald Leipnitz (Der Ölprinz, Winnetou und sein Freund Old Firehand) und Mario Adorf (Winnetou, Die Blechtrommel) wird ein Erfolg und von der Kritik hochgelobt. Im selben Jahr dreht Hannelore Elsner mit Harald Juhnke (Der Hauptmann von Köpenick, TV-Serie Drei Damen vom Grill), Beppo Brem (Lausbubengeschichten, Der Jäger von Fall), Adrian Hoven (Berlin Alexanderplatz, Lili Marleen) und Ingrid van Bergen (Der alte Affe Angst, Stadt ohne Mitleid) die Liebeskomödie Allotria in Zell am See. In dem Film stürzen Harald Juhnke und Adrian Hoven, der einen bekannten Playboy spielt, in einem Flugzeug in Zell am See ab. Während der Flieger repariert wird, verstricken sich die zwei Männer in allerhand Komplikationen mit den hübschen Mädchen des Ortes. Eines davon ist die moderne Sylvia, gespielt von Hannelore Elsner. 1967 startet Herrliche Zeiten im Spessart, die Fortsetzung von Das Spukschloss im Spessart in den deutschen Kinos. In der Komödie spielt Hannelore Elsner neben Liselotte Pulver (Das Superweib, Ein fast anständiges Mädchen), Willy Millowitsch (Charley's Onkel, Die lustigen Vier von der Tankstelle) und wieder einmal Harald Leipnitz.

Pennäler-Humor mit Hansi Kraus und Uschi Glas

Komödiantisches Talent beweist Hannelore Elsner auch in Filmen wie Die Lümmel von der ersten Bank (Uschi Glas, Gila von Weitershausen) und der Fortsetzung Zum Teufel mit der Penne mit Peter Alexander (Graf Bobby, Der Schrecken des Wilden Westen, Die lustige Witwe) und Hansi Kraus (Die Rosenheim-Cops, München 7) sowie der Klamotte Pepe, der Paukerschreck. Die insgesamt siebenteilige Filmreihe, die noch unzählige weitere Pennäler-Filme nach sich zieht, ist der Hit der 1960er-Jahre.

Hannelore Elsner steht für die DEFA vor der Kamera

Die 1970er-Jahre zeigen sich aber ebenso humorvoll, wenn auch nicht ganz so klamottig. 1972 ist Hannelore Elsner in der Komödie Willi wird das Kind schon schaukeln zu sehen, einem ganz auf den Star Heinz Erhardt (Was ist denn bloß mit Willi los?, Drei Mann in einem Boot) zugeschnittene Lustspiel. Darin gibt Heinz Erhardt einen Fußballfan, der seine im Ausland lebende Schwester um Geld erleichtern will, um seinem Verein auf die Beine zu helfen. Dafür gaukelt Erhardt seiner Schwester einfach vor, dass seine drei Töchter - darunter Hannelore Elsner - geheiratet haben, denn dann will die vermögende Tante jeweils 15.000 Mark für das junge Glück spendieren. Eine besondere Ehre wird Hannelore Elsner 1973 zuteil. Als erste westliche Schauspielerin darf sie in Aus dem Leben eines Taugenichts in einem in der DDR produzierten DEFA-Film mitspielen. Die männliche Hauptrolle übernimmt der Amerikaner Dean Reed (Blutsbrüder, Sing, Cowboy, sing).

In den Folgejahren ist Hannelore Elsner immer seltener auf der großen Leinwand zu sehen, dafür bekommt man sie nun öfter im Fernsehen zu Gesicht. So ist sie zwischen 1975 und 1978 in 13 Folgen der Vorabendserie Die schöne Marianne zu sehen, in der Hannelore Elsner eine gewitzte Gastwirtstochter in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielt. Auch im Tatort oder Die Schwarzwaldklinik sieht man Hannelore Elsner nun regelmäßig oder der Fernseh-Kultserie Irgendwie und Sowieso von 1986, die Ottfried Fischer (Pfarrer Braun, Der Bulle von Tölz) als Sir Quickly zum Star aufbaut. In der bayerischen Hippieserie geben sich eine ganze Reihe Promis die Klinke in die Hand. Neben Ottfried Fischer und Hannelore Elsner spielen dort unter anderem Michaela May (TV-Serie Münchner Geschichten, TV-Serie Der Bergdoktor); Elmar Wepper, Kabarettist Bruno Jonas (Kehraus, Scheibenwischer), Wolfgang Fierek (Die Supernasen, Ein Bayer auf Rügen), Siegfried Rauch (Beate Uhse - Das Recht auf Liebe, Der Bergdoktor), Uwe Ochsenknecht (Zweiohrküken, Das Boot) und Barbara Rudnik (Müllers Büro, Oktoberfest) mit.

Hannelore Elsner wird die Kommissarin

Der große Serienerfolg tritt erst in den 1990er-Jahren in Hannelore Elsners Leben. Von 1994 bis 2006 ist Hannelore Elsner als Die Kommissarin im Fernsehen zu sehen. Für die Darstellung der Kommissarin Lea Sommer in der ARD-Serie bekommt Hannelore Elsner nicht nur Lob, sondern auch Preise. Über sechs Staffeln ermittelt Hannelore Elsner - zum Teil mit Unterstützung von Til Schweiger (Keinohrhasen, Kokowääh) - und erhält dafür schon 1995 den Telestar als beste Seriendarstellerin.

Ihr Comeback auf der großen Leinwand feiert Hannelore Elsner im Jahr 2000. Da kommt Oscar Roehlers Die Unberührbare in die Kinos. Hannelore Elsner spielt in dem Drama die schwierige Hauptrolle der Hannah Flanders, die als Schriftstellerin in der DDR Erfolge feierte. Die Nachricht vom Fall der Mauer ist für die medikamentenabhängige Frau keine gute Nachricht. Die neue politische Situation bedeutet, dass ihre Bücher nicht mehr verlegt werden - also macht sich Flanders von München auf nach Berlin, wo nicht nur alte Wegbegleiter, sondern auch ihr Sohn Viktor (Lars Rudolph; Lola rennt, Der Wixxer) leben. Hannelore Elsners Performance in dem Schwarz-Weiß-Film überzeugt. Die Schauspielerin wird im Jahr 2000 mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Unberührbare bekommt den Deutschen Filmpreis in Gold als bester Film.

Auch bei dem Folgeprojekt Oscar Roehlers ist Hannelore Elsner an Bord. In seinem fünften Film Suck my Dick, einer Satire mit Edgar Selge (Das Experiment, Poll), Katja Flint (Die weiße Massai, Marlene), Ralf Richter (Das Boot, Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding), Natalia Wörner (Die Säulen der Erde, Der letzte Zeuge), übernimmt Hannelore Elsner jedoch nur eine Nebenrolle. Zu diesem Zeitpunkt steht aber auch schon ein weiterer vielversprechender Film an. Mit Oliver Hirschbiegel (Der Untergang, Invasion) dreht Hannelore Elsner 2002 Mein letzter Film, ein Titel der glücklicherweise nicht bezeichnend sein sollte. In dem 90-minütigen Film gibt Hannelore Elsner als alternde Schauspielerin eine Lebensbeichte ab, spricht von ihrem Entdecker, den Höhe- und Tiefpunkten ihrer Karriere. Die Filmwelt begeistert sie mit dem eindringlichen Stück. 2003 bekommt Hannelore Elsner den Deutschen Filmpreis zum zweiten Mal.

2004 wird Hannelore Elsner für den Erfolgsfilm Alles auf Zucker mit Henry Hübchen (Da geht noch was, Whisky mit Wodka) gecastet. Die Komödie von Dani Levy (Meschugge, Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler) wird zum großen Überraschungserfolg des Jahres. Nicht nur die Kinosäle füllt der Film, um eine jüdische Familie im modernen Berlin. Der Film räumt auch bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises ab. Hannelore Elsner wird zwar nominiert, geht aber leer aus. Dafür bekommt die Komödie die Preise für den besten Film, Regie, Drehbuch, Musik, Bühnenbild und den Hauptdarsteller Henry Hübchen.
2006 erhält Hannelore Elsner den Bayerischen Fernsehpreis für ihr Lebenswerk, den Verdienstorden bekam sie bereits 1997. Zeit fürs Kürzertreten ist da aber noch lange nicht. Hannelore Elsner dreht 2008 mit einem alten Bekannten Kirschblüten - Hanami. In dem Doris-Dörrie-Film wird sie mit Elmar Wepper wiedervereint, der für die Hauptrolle in dem stimmungsvollen Drama mit Lob überhäuft wird.

Hannelore Elsner schreckt aber auch vor ungewöhnlichen Filmprojekten nicht zurück. 2008 kann man sie neben Til Schweiger in der Komödie 11/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde (mit Rick Kavanian, Julia Dietze und Thomas Gottschalk) sehen und 2010 in dem Bushido-Film Zeiten ändern dich. Im selben Jahr sichert sie sich außerdem eine Rolle in dem Franchise Hanni & Nanni (mit Jana Münster, Sophia Münster und Heino Ferch), das 2012 und 2013 fortgesetzt wird. In dem Drama Das Blaue vom Himmel (2011; mit David Kross, Karoline Herfurth und Juliane Köhler) spielt Hannelore Elsner eine aggressive demenzkranke Mutter, die sich mit Erinnerungen aus Lettland im Zweiten Weltkrieg konfrontiert sieht. Außerdem sieht man sie noch im Kino in der deutschen Erfolgskomödie Kein Sex ist auch keine Lösung (2011; mit Anna Thalbach, Marleen Lohse und Stephan Luca) in einer Nebenrolle.

Hannelore Elsner wird 70, aber kein bisschen leiser

2012 kommt Hannelore Elsner in ihr 70stes Lebensjahr. Für sie jedoch lange kein Grund, beruflich kürzer zu treten. Unter anderem sieht man die Jubilarin in dem Regie-Debüt von Florian David Fitz (Die Vermessung der Welt, Der geilste Tag) in Jesus liebt mich (mit Jessica Schwarz, Henry Hübchen und Nicholas Ofczarek) als alternde aber lebhafte Hippie-Braut. In der bayerisch-schwarzen Komödie Wer’s glaubt, wird selig (2012; mit Christian Ulmen, Marie Leuenberger und Fahri Yardim) von Marcus H. Rosenmüller (Wer früher stirbt ist länger tot, Schwere Jungs) gibt sie gar eine (Schein-)Heilige.

In der von Doris Dörrie (Männer, Ich und Er) inszenierten Komödie Alles Inklusive (2014; mit Nadja Uhl, Axel Prahl und Hinnerk Schönemann) begibt sie Hannelore Elsner in einem südspanischen All-Inclusive-Hotel auf Spurensuche ihres alten Lebens – denn vor 30 Jahren führte sie genau hier ein ausgelassenes Hippie-Leben. Kurz darauf glänzt sie in dem Drama Besondere Schwere der Schuld (2014; mit Hanno Koffler und Thomas Thieme) an der Seite von Hauptdarsteller Götz George (TV-Serie Tatort und Schimanski, Der Totmacher), der im Film nach 30 Jahren Haft seine Unschuld an einem angeblichen Doppelmord beweisen will. Noch im gleichen Jahr erlebt man Hannelore Elsner abermals mit Florian David Fitz auf der Kinoleinwand, und zwar in dem tragischen Sterbehilfe-Roadmovie Hin und weg (2014; mit Julia Koschitz, Jürgen Vogel und Miriam Stein). Bis zuletzt sieht man Hannelore Elsner außerdem beständig in deutschen TV-Serien und Fernsehfilmen, mit denen sie ihre Ausnahmestellung als große Dame des deutschen Films ein ums andere Mal unterstreicht.

Alle maxdome Stars

Login

Neu bei maxdome?

Kein Abo, keine Vertragsbindung. Über 60.000 Videos im Store einzeln leihen oder kaufen. Auf deinem Fernseher, mobilen Endgerät oder über PC/Mac ansehen.

Bereits Kunde?

Neues Passwort anfordern

Sorry

Schließen