Halle Berry Filme

Geburtsname: Maria Halle Berry
Geburtstag: 14. August 1966 in Cleveland, Ohio (USA)
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Oscar, 2 Golden-Globe-Awards, 1 Emmy, 1 Bambi, 1 Goldene Himbeere, Sexiest Woman Alive, Stern auf dem Hollywood Walk of Fame

Mini-Biographie:

Halle Berry ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin. Sie erhielt den Goldjungen 2002 für das Drama Monster’s Ball als bislang erste und einzige afroamerikanische Schauspielerin überhaupt. Darüber hinaus kennt man sie als Superheldin Storm aus der Comic-Filmreihe X-Men, als Catwoman sowie als Bond-Girl Jinx Johnson neben Pierce Brosnan in James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag. Einen fulminanten Auftritt hatte sie zudem in der deutsch-US-amerikanischen Literaturverfilmung Cloud Atlas mit einer Sechsfach-Rolle. Von den Zeitschriften Maxim, FHM sowie Esquire wurde Halle Berry zwischen 2002 und 2008 jeweils zum Sexiest Woman gewählt, da war sie bereits zwischen 35 und 42 Jahre alt. 

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Filme mit Halle Berry

Die coolsten Filmzitate von Halle Berry

Wolverine: „Magneto hat recht, es wird Krieg geben. Stehst Du auf der richtigen Seite?“
Storm: „Wenigstens hab ich mich für eine Seite entschieden!“
Mutanten wie die X-Men sind trotz oder gerade wegen ihrer Superkräfte ein ständiger Spielball zwischen Gut und Böse, das haben auch Wolverine (Hugh Jackman) und Storm (Halle Berry) längst begriffen.

„Logik wird überschätzt!“
Wenn man sich als Ärztin einer psychiatrischen Klinik plötzlich auf der falschen Seite der Gummizelle wiederfindet wie Dr. Miranda Grey (Halle Berry) in Gothika, ohne eine Ahnung zu haben, wie man dort hingelangte, kann man schon mal an Logik verzweifeln.  

„Sie müssen das tun, was Sie unter keinen Umständen lassen können.“
Eine weise Erkenntnis von Halle Berry alias Luisa Rey in dem bildgewaltigen Zeitreise-Epos Cloud Atlas.

„Hättest nicht gedacht, dass ein Mädchen mit einem IQ von mehr als 70 Dich aufgeilen kann!?“
Gut, es sieht halt auch nicht jede Frau mit höherem IQ als 70 so aus wie Halle Berry – in diesem Fall eine Undercover-Agentin, die mit dem IT-Hacker (Hugh Jackman) einer Terror-Organisation in Passwort Swordfish anbandelt.

Zao: „Wer schickt Sie?!“
Jinx: „Ihre Mutter, und sich soll Ihnen bestellen, dass sie wirklich schwer enttäuscht von Ihnen ist!“
In modernen Bond-Abenteuern darf auch das Bond-Girl in jeder Beziehung schlagfertig sein, so auch Halle Berry als NSA-Agentin Jinx Johnson gegen Bösewicht Zao (Rick Yune) in James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag.

„Ich wusste, ich bringe Dir nur Unglück. Ich hätte Dich warnen sollen. Meine Beziehungen halten nämlich auch nicht sehr lange...“
Für eher kürzere Beziehungen braucht Halle Berry übrigens kein abstürzendes Flugzeug wie hier in James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag, auch ihr privates Liebesleben ist vorrangig von zeitlich übersichtlichen Liaisons geprägt. 

Wichtige Auszeichnungen:
2014: Zwei Goldene-Himbeere-Nominierungen jeweils als Schlechteste Hauptdarstellerin für die Filme The Call – Leg nicht auf sowie Movie 43
2011: Golden-Globe-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin für Frankie & Alice
2008: Sexiest Woman Alive – gekürt von der Zeitschrift Esquire
2007: Stern auf dem Hollywood Walk of Fame
2006: People's Choice Award als Beliebtester weiblicher Action-Star für X-Men: Der letzte Widerstand
2004: Goldene Himbeere als Schlechteste Hauptdarstellerin für Catwoman
2003: Platz 1 bei den 100 Sexiest Woman – gekürt von der Zeitschrift FHM
2002: Woman of the Year – gekürt von der Zeitschrift Maxim sowie einen Bambi
2001: Oscar, Screen Actors Guild und Preis beim Internationalen Filmfestival in Berlin sowie Nominierungen für einen Golden Globe und BAFTA jeweils als Beste Hauptdarstellerin für Monster’s Ball
2000: Golden Globe, Emmy sowie der Screen Actors Guild jeweils als Beste Hauptdarstellerin in einer TV-Produktion für Rising Star
1997: Blockbuster Entertainment Award als Beste Schauspielerin für Einsame Entscheidung

Biographie Halle Berry

Es ist der 14. August 1966 in Cleveland Ohio, als die kleine Maria Halle Berry zur Welt kommt. Ihre Mutter Judith Ann (geborene Hawkins), eine Weiße mit deutsch-englischen Wurzeln, arbeitet als Krankenschwester in einer Psychiatrie. Vater Jerome Jesse Berry, ein Afro-Amerikaner, jobbt in der gleichen psychiatrischen Klinik als Krankenpfleger. Nach ein paar Jahren wechselt er jedoch den Beruf und wird Busfahrer. Den mittleren Namen „Halle“ bekommt das Baby der Berrys in Anlehnung an ein in Cleveland beliebtes Einkaufscenter namens Halle's Department Store. Was hier noch wie ein schlechter Witz der Eltern klingt, gefällt Maria Berry bereits als Kleinkind so gut, dass der Name später von Maria Halle Berry auf Halle Maria Berry geändert wird – da ist Halle Berry fünf Jahre alt.

Eine wirklich glückliche Kindheit ist Halle Berry und ihrer älteren Schwester Heidi allerdings nicht beschert. Ihr Vater schlägt und missbraucht die Mutter beinahe täglich, einmal schlägt er ihr sogar eine Weinflasche über den Kopf. Als Halle Berry vier Jahre alt ist, lässt sich die Mutter schließlich scheiden. Zu ihrem Vater hat Halle Berry seitdem keinerlei Bindung mehr... sie will ihn einfach nie wieder sehen und könnte heute nicht mal sagen, ob er überhaupt noch lebt. Nach der Scheidung zieht die Mutter mit ihren beiden Töchtern in eine überwiegend „weiße Gegend“, dort sehen sich die beiden Schwestern immer wieder rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Doch Halle Berry will jene Ausgrenzungen schon damals nicht akzeptieren und entwickelt einen enormen Ehrgeiz, um es allen zu zeigen. Dies klappt schließlich an der Bedforf High School in Cleveland, wo Halle Berry studiert und zudem eine kleine Berühmtheit wird: mitunter ist sie dort Cheerleaderin, Redakteurin der hiesigen Schulzeitung und sogar Ballkönigin.

Mit ihrem frisch gewonnenem Selbstbewusstsein nimmt Halle Berry nun an diversen Schönheitswettbewerben teil und wird unter anderem Miss Ohio USA, später erreicht sie zudem den sechsten Platz bei der Miss-World-Wahl 1986. Beruflich strebt die exotische Schönheit zunächst den Journalismus an, allerdings bricht sie das Studium noch während des Praktikums ab. Schließlich entdeckt sie ihre schauspielerischen Ambitionen und zieht deshalb 1989 nach New York. Einen Traumstart erlebt sie dort allerdings nicht, ihr geht schon früh das Geld aus und sie muss zeitweise in einem Obdachlosenheim übernachten. Mit etwas Glück kann Halle Berry aber eine kleine Rolle in der TV-Serie Living Dolls ergattern. Doch ausgerechnet während der Probeaufnahmen fällt Halle Berry in ein Koma, Grund hierfür ist die Krankheit Diabetes Typ1, die nach diesem Vorfall erstmals bei ihr diagnostiziert wird.

Halle Berry mit Spike Lee zu ihrer ersten Filmrolle und ersten Beziehung

Anno 1991 holt dann der Filmemacher und Schauspieler Spike Lee (Malcom X, Do the Right Thing) Halle Berry für eine Nebenrolle auf die Kinoleinwand für sein Beziehungsdrama Jungle Fever (mit Wesley Snipes, Samuel L. Jackson und Anthony Quinn). Beim Filmdreh alleine bleibt es aber nicht, Spike Lee und Halle Berry verlieben sich am Set ineinander – allerdings hält ihre Liebe nur einen Sommer lang.

Es folgen weitere Nebenrollen, die jedoch von Film zu Film immer etwas größer werden: so spielt sie zusammen mit Bruce Willis (Filmreihe Stirb langsam, The Sixth Sense) in dem Action-Blockbuster Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben (1991) sowie mit Eddie Murphy (Filmreihe Beverly Hills Cop, Bowfingers große Nummer) in der Komödie Boomerang (1992) und in dem Thriller Der Kidnapper (1993) mit Patrick Swayze (Ghost – Nachricht von Sam, Dirty Dancing). In Deutschland nimmt man Halle Berry erstmals so richtig wahr in der Comic-Verfilmung Flintstones – Die Familie Feuerstein (1994; mit John Goodman, Rick Moranis und Elizabeth Perkins), wo sie in einer kleinen aber sexy Nebenrolle auf sich aufmerksam macht. In richtig gutes Filmjahr ist für Halle Berry 1996. Zunächst bekommt sie in dem Flugzeugentführungs-Thriller Einsame Entscheidung (mit Steven Seagal, John Leguizamo und Oliver Platt) eine gewichtige Rolle an der Seite von Kurt Russell (Die Klapperschlange, Stargate), dann übernimmt sie als Schullehrerin die Hauptrolle in der Abenteuerkomödie Race the Sun – Im Wettlauf mit der Zeit (mit Casey Affleck, Eliza Dushku und James Belushi).

Ab sofort spielt Halle Barry praktisch nur noch Hauptrollen. Einziger Haken dabei ist, dass den Produktionen meist wenig Beachtung im Kino geschenkt wird. Jene verdiente Beachtung bekommt Halle Berry aber dann im Fernsehen. In der TV-Biographie Rising Star (1999; mit Klaus Maria Brandauer, Brent Spiner und Loretta Devine) verkörpert Halle Barry die  afroamerikanische Schauspiellegende Dorothy Dandridge (Carmen Jones, Porgy und Bess). Jene Dorothy Dandridge wurde einst 1922 wie Halle Berry in Cleveland geboren und war zudem die erste afroamerikanische Schauspielrein, die jemals für einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin nominiert wurde – eine noch ungeahnte Gemeinsamkeit, die bereits drei Jahre später zu einer besonderen Pointe heranreift... dazu später mehr. Zunächst räumt Halle Berry für ihre Darstellung von Rising Star richtig ab und gewinnt dafür einen Primetime-Emmy sowie einen Golden Globe als Beste Hauptdarstellerin. 

Halle Berry erobert den Oscar, James Bond und als Sturm die Kinoleinwand

Das neue Millennium beginnt auch im Kino mit einem Feuerwerk: die Mutanten X-Men (2000; mit Hugh Jackman, Patrick Stewart und Ian McKellen) kommen auf die Kinoleinwand und können einen großen kommerziellen Erfolg sowie überwiegend glänzende Kritiken für sich verbuchen. Mitten drin bei den X-Men ist auch eine Frau, nämlich Halle Berry alias Ororo Munroe, besser bekannt als Storm. Mit ihren Spezialfähigkeiten als Storm hat sie die Macht über das Wetter und kann Blitze, Nebel und Stürme gezielt einsetzen. Außerdem erobert sie mit ihrer Superheldenrolle auch das Publikum im Sturm. Ab sofort ist sie nicht nur die talentierte aber überwiegend unbekannte Nischendarstellerin, seit X-Men ist sie ein neuer Stern am Himmel Hollywoods. Dank des erfolgreichen Einstandes der X-Men im Kino folgen bis heute noch neun Fortsetzungen aus dem X-Men-Universum, davon vier mit Halle Berry als Storm und dem weitgehend gleichen Superhelden- und Schurken-Cast aus dem ersten Abenteuer, nämlich Professor X (Patrick Stewart; TV-Serie Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert, Filmreihe Star Trek), Wolverine (Hugh Jackman; Van Helsing, Les Misérables), Jean Grey (Famke Janssen; James Bond 007 – Goldeneye, Filmreihe 96 Hours), Cyclops (James Marsden; TV-Serie Westworld, TV-Serie Ally McBeal), Rogue (Anna Paquin; TV-Serie True Blood, Das Piano) sowie Magneto (Ian McKellen; Filmreihe Der Herr der Ringe, Filmreihe Der Hobbit). So folgt für diesen Cast 2003 X-Men 2, danach X-Men: Der letzte Widerstand (2006) sowie X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014).

Nach ihrem stürmischen Auftritt bei den X-Men ist Halle Berry eine der begehrtesten Darstellerinnen in Hollywood. 2001 spielt sie zusammen mit ihrem X-Men-Partner Hugh Jackman und John Travolta (Saturday Night Fever, Pulp Fiction) die Hauptrolle in dem Action-Thriller Password: Swordfisch, darin spielt Halle Barry eine Undercover-Agentin, eingeschleust in einer Terror-Organisation. Der Thriller erntet allseits viel Anerkennung, vor allem für die vielen Wendungen in der Handlung sowie für die exzellenten Darsteller.

Trotzdem soll für Halle Berry das eigentliche Highlight in diesem Jahr erst noch folgen. Der deutsch-schweizer Regisseur Marc Forster (James Bond 007 – Ein Quantum Trost, World War Z) holt Halle Berry für die Hauptrolle in seinem Sozialdrama Monster’s Ball (2001; mit Heath Ledger und Peter Boyle), eine ungewöhnliche Geschichte über die Todesstrafe in den USA sowie einer komplexen Liebesbeziehung zwischen einer jungen Witwe und dem Henker ihres Mannes – gespielt von Billy Bob Thornton (TV-Serie Fargo, Bad Santa). Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller begeistert durchweg alle Kritiker. Bei der Oscar-Verleihung 2002 gilt dennoch Nicole Kidman (The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Der Goldene Kompass) als Hauptdarstellerin in Moulin Rouge (2001; mit Ewan McGregor, John Leguizamo und Jim Broadbent) als absolute Top-Favoritin auf den Goldjungen, zumal der Oscar in dieser Kategorie noch nie an eine Afro-Amerikanerin verliehen wurde. Doch an diesem Abend kommt alles anders: als Russell Crowe (Gladiator, Robin Hood) aus seinem Kuvert für die Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ seine Karte mit den Worten „...and the Winner is...“ hervorholt, fällt eben nicht der Name Nicole Kidman... zur Verwunderung aller, denn die Oscar-Gewinnerin 2002 heißt Halle Berry. Sie ist damit die erste – und bislang einzige – afro-amerikanische Oscar-Preisträgerin als Beste Hauptdarstellerin. Damit hat sie ihr großes Vorbild Dorothy Dandridge, die 1955 als erste Schwarze für den Acadamy-Award nominiert wurde und dessen Leben Halle Berry drei Jahre zuvor in Rising Star brillant verkörperte, sogar noch übertroffen. Der Begriff Monster’s Ball stammt übrigens aus England. Dort bekamen früher die Todeskandidaten am Vorabend ihrer Hinrichtung nicht nur eine Henkersmahlzeit, sondern sogar eine richtige Party geschmissen. Eine rauschende Party dürfte auch Halle Berry in jener Oscar-Nacht gefeiert haben, wenngleich mit deutlich besserem Ausgang am nächsten Morgen...

Nach der Oscar-Ehrung erhält Halle Berry noch einen ganz besonderen, very britischen Ritterschlag: sie bekommt die weibliche Hauptrolle als Bond-Girl an der Seite von Pierce Brosnan (Die Thomas Crown Affäre, Mamma Mia!) in James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag (2002; mit Toby Stephens, Rosamund Pike und Judi Dench). Es handelt sich dabei um einen Jubiläums-Bond-Film, der 20ste Bond im 40sten Jahr. Daher gibt es zahlreiche Anspielungen auf die vorangegangenen Bond-Filme. Allen voran darf Bond-Girl Halle Berry als NSA-Agentin Jinx wie einst Ursula Andress (Was gibt’s Neues, Pussy?; Elvis-Film Fun in Acapulco) in James Bond jagt Dr. No (1962; mit Joseph Wiseman, Bernard Lee und Jack Lord) in einem knappen Bikini aus den Fluten steigen und sich dabei von James Bond mustern lassen... und er schaut sie sich in diesem Film nicht nur mit den Augen an.

Halle Berry als Superhelden-Kätzchen Catwoman

Wenn man innerhalb kürzester Zeit einen Oscar gewinnt, als Bond-Girl auserwählt wird und einen Superhelden-Status bei den X-Men bekommt, kann man sich wohl auf dem Zenit seiner Karriere wähnen. Doch Halle Berry ist ehrgeizig, sie will noch mehr – zum Beispiel einen eigenen Superheldinnen-Film. Und so bekommt sie 2004 die Titelrolle als Catwoman (mit Sharon Stone, Benjamin Bratt und Lambert Wilson) in der gleichnamigen Realverfilmung. Catwoman ist eigentlich eine schnurrende Nebenfigur aus dem Batman-Comic-Universum. Leider verkommt das Superhelden-Abenteuer schnell zu einem echten Katzenjammer: wenig Action, kein Humor und ein lahmer Plot geht sowohl den Kritikern wie auch dem Kinopublikum gehörig gegen den Strich – wenn das die Fledermaus wüsste... Immerhin, ein paar Awards räumt Catwoman letztendlich doch noch ab, wenn auch nur den Spottpreis Goldene Himbeere. Nominiert in sieben Kategorien „gewinnt“ Catwoman als Schlechtester Film, Schlechteste Regie, Schlechtestes Drehbuch und Halle Berry als Schlechteste Schauspielerin.

Abgesehen von X-Men-Fortsetzungen hält sich Halle Berry in den nächsten Jahren mit großen Blockbuster- und Mainstream-Produktionen etwas zurück, von 2008 bis 2010 macht sie gänzlich Pause von Hollywood. Das liegt mitunter auch an der Geburt ihrer ersten Tochter, die am 16. März 2008 zur Welt kommt. Vater ist ihr fast 10 Jahre jüngerer Verlobter Gabriel Aubry, ein kanadisches Model. Ihre Beziehung endet jedoch im April 2010 nach insgesamt 5 Jahren. Zuvor war Halle Berry bereits zwei Mal verheiratet (mit Baseballspieler David Justice von 1992 bis 1996 und mit dem R&B-Sänger Eric Benét von 2001 bis 2005), im März 2012 verlobt sie sich mit dem französischen Schauspieler Olivier Martinez (Untreu, Dark Tide). Das Paar heiratet am 13. Juli 2013 in Frankreich, am 5. Oktober 2013 kommt ihr gemeinsamer Sohn zur Welt. Allerdings dauert es wiederum nur zwei Jahre, bis Halle Berry und Olivier Martinez Ende Oktober 2015 ihre Liaison beenden.

Halle Berry mit einem großen Comeback in den Wolken

2011 kehrt Halle Berry auf die Kinoleinwand zurück mit der von Top-Stars ausgeübten Massendemonstration für die Liebe unter dem Titel Happy New Year (u.a. mit Jessica Biel, Robert De Niro, Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Til Schweiger uvm.). Die Schmonzette ist ein gefundenes Fressen für die Jury der Goldenen Himbeere, sie belässt es aber gnädig bei fünf Nominierungen.

Ihr wahres Comeback, welches den Namen auch verdient, erfolgt 2012 mit der deutsch-US-amerikanischen Co-Produktion Cloud Atlas. Auch in diesem Zeitreise-Epos von den Filmemachern Tom Tykwer (Ein Hologramm für den König, Lola rennt) und den Wachowski-Geschwistern (Jupiter Ascending, Filmreihe Matrix) geben sich viele Stars die Klinke in die Hand, nur eben auf einem ganz anderen Niveau. Neben Halle Berry spielen etwa Tom Hanks (Forrest Gump, Der Soldat James Ryan), Hugo Weaving (Filmreihe Der Herr der Ringe, Filmreihe Matrix), Ben Whishaw (James Bond 007: Spectre, Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders), Susan Sarandon (Dead Man Walking, The Rocky Horror Picture Show) und Hugh Grant (Florence Foster Jenkins, Notting Hill) in dem bis dahin teuersten Independent Film (rund 100 Millionen US-Dollar) mit. Und weil der Film in sechs Episoden seine Darsteller stets mit einem neuen Zeitalter konfrontiert, sind die meisten der Protagonisten in sechs verschiedenen Rollen zu sehen – so auch Halle Berry. Der ganz große finanzielle Erfolg bleibt dem Gesamtkunstwerk auf Zelluloid zwar verwehrt, denn für Popcorn-Kino ist Cloud Atlas einfach zu komplex, trotzdem spielt er weltweit immerhin seine Produktionskosten wieder rein und bekommt allseits die Anerkennung, das dieser Film eine ganz besondere Perle für wahre Cineasten ist.

Danach lässt sich Halle Berry mit Movie 43 (2013; u.a. mit Richard Gere, Hugh Jackman, Kate Winslet, Gerard Butler, Chris Pratt, Naomi Watts uvm.) auf einen weiteren Star-bespickten Episoden-Gang-Bang ein. Und wieder freut sich nur die Jury der Goldenen Himbeere darüber, die Movie 43 als Schlechtesten Film sowie für die Schlechteste Regie (13 Regisseure) und das Schlechteste Drehbuch (18 Drehbuchautoren) auszeichnen. Naomi Watts (Diana, King Kong) und Halle Berry kassieren zudem noch eine Nominierung als Schlechteste Schauspielerinnen. Für Halle Berry vielleicht die endgültige Heilung von All-Star-Cast-Filmen...

Für ein Erfolgserlebnis sorgt 2014 die bereits beschriebene Mutanten-Fortsetzung X-Men: Zukunft ist Vergangenheit, ehe es Halle Berry mit einer TV-Serie versucht, die thematisch sogar noch weiter über den Wolken angesiedelt ist. Denn in dem Science-Fiction-Format Extant (2014 bis 2015; mit Goran Višnjić, Pierce Gagnon und Grace Gummer) spielt sie eine Astronautin, die nach einer 13-monatigen Weltraummission feststellt, dass sie schwanger ist, obwohl da oben außer ihr niemand war?! Allerdings plagen sie auch Erinnerungslücken und mysteriöse Vorfälle, die sie nun im Nachhinein aufzuklären versucht, um der Schwangerschaft auf die Spur zu kommen. Hally Berry erntet viel Lob für ihre Schauspielkunst, trotzdem fährt Extant auf die Dauer zu niedrige Quoten ein, so dass nach zwei Staffeln mit 26 Folgen schließlich Schluss ist. Seit dem warten wir gespannt auf den nächsten großen Wurf von Halle Berry. 
 

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