Charlie Chaplin Filme

Geburtsname: Charles Spencer Chaplin
Geburtstag: 16. April 1889 in London (Großbritannien)
Todestag: 25. Dezember 1977 in Vevey (Schweiz)
Wichtigste Auszeichnungen: 3 Oscars, darunter 2 Ehren-Oscars, sowie 2 weitere Nominierungen

Mini-Biographie

Charlie Chaplin ist einer der größten Stars der Stummfilmära und gehört mit Filmklassikern wie Goldrausch, Der große Diktator und Moderne Zeiten für viele Kritikerverbände zu den besten Filmemacher aller Zeiten. Das bezeugen auch die zwei Ehren-Oscars, die Charlie Chaplin im Lauf seiner Karriere erhalten hat.

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Beste Zitate von Charlie Chaplin

"Filmemacher sollten bedenken, dass man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird."

"An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser."

"Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag."

"Filme brauchen Ton wie Beethovensymphonien Text brauchen."

Wichtige Auszeichnungen

1973: Oscar für die beste Originalmusik für Rampenlicht
1972: Ehren-Oscar für seine unschätzbaren Verdienste um die Filmkunst", Goldener Löwe der Filmfestspiele von Venedig für sein Lebenswerk
1948: Oscar-Nominierung für Monsieur Verdoux - Der Frauenmörder von Paris in der Kategorie beste Originaldrehbuch
1941: Oscar-Nominierungen für Der große Diktator in den Kategorien bester Film, Drehbuch und Hauptrolle
1929: Ehren-Oscar für Vielseitigkeit und Genie in Bezug auf Schauspiel, Regie, Drehbuch und Produktion" bei Der Zirkus
 
Charlie Chaplin Biographie

Charlie Chaplin und sein vier Jahre älterer Halbbruder wachsen in den Armenhäusern Londons auf. Seine Mutter, die früh von Charles Chaplin senior getrennt ist, kann ihre beiden Söhne alleine kaum versorgen, denn auch ihrem Künstlerberuf kann Hannah Chaplin wegen gesundheitlicher Probleme nicht nachgehen. Wo schon seine Eltern gearbeitet haben, macht auch Charlie Chaplin seine ersten Schritte als Unterhalter. In den Music Halls Londons werden Theaterstücke aufgeführt, es wird gesungen und manchmal auch getanzt. Durch einen Auftritt in einer solchen Music Hall bessert sich Charlie Chaplins Leben drastisch - er wird dort als Darsteller entdeckt und darf mit einer Kompanie auf Tour gehen. Das bedeutet nicht nur freie Kost und Logis, sondern auch eine Schuldbildung für den heranwachsenden Charlie Chaplin. Doch das Blatt wendet sich nochmal zum schlechteren: Charlie Chaplins Vater stirbt und die gesundheitlichen Probleme seiner Mutter werden immer gravierender - sie ist nun immer häufiger Patient in psychiatrischen Einrichtungen. Charlie Chaplin und sein Halbbruder sind nun mehr oder minder auf sich selbst gestellt. Viele der Erfahrungen, die Charlie Chaplin nun macht, werden später das Thema seiner Filme sein. Die Armut und das Leben auf der Straße, aber auch Alkoholmissbrauch - daran starb sein Vater - und die Waisenhäuser seiner Heimatstadt.

Trotz dieser denkbar schlechten Voraussetzungen schlägt sich Charlie Chaplin weiter durch. Er verdient seinen Lebensunterhalt mit den verschiedensten Jobs, aber auch Theater spielt er nach wie vor. 1908 unterschreibt Charlie Chaplin einen Vertrag bei dem berühmten Londoner Theaterproduzenten Fred Karno, der ihn schließlich auf eine Bühnentournee nach Nordamerika schickt. Dort wird Charlie Chaplin gefeiert und fällt auf der Theaterbühne auch einigen Filmemachern auf. Dankbar für die neue Chance unterzeichnet Charlie Chaplin einen Vertrag mit dem Filmstudio Keystone, das sich einen Namen als Komödienproduzent gemacht hat. Die ersten Stummfilme und insbesondere die Charaktere darin stellen den mittlerweile routinierten Schauspieler jedoch nicht zufrieden. So kreiert Charlie Chaplin eine neue Figur - er bedient sich im Kostümfundus, stellt Melone und übergroße Schuhe, eine zu enge Weste und einen zwei Finger breiten Bart zusammen - und fertig ist der Tramp". Die bei Keystone entstandenen kurzen Filme machen Charlie Chaplin immer populärer, so dass das Filmstudio auch an ihm festhält als er mehr und mehr Probleme mit seinen Co-Stars entwickelt. Statt nur zu schauspielern führt Charlie Chaplin deswegen nun auch Regie. Sein erster Film wird Caught in the Rain (mit Mack Swain und Alice Davenport). Insgesamt 35 Filme dreht Charlie Chaplin mit Keystone, dann wird es Zeit für den Star weiterzuziehen.

Bei der Filmgesellschaft Essanay kann Charlie Chaplin weiter Regie führen und stellt dafür ein Team an Schauspielern zusammen, auf die er regelmäßig zurückgreift. Da wären Leo White (Ben Hur, Der Ladenaufseher), Lloyd Bacon (Moby Dick, Froschmänner) und Edna Purviance (Der Einwanderer, The Kid). Beinahe wie am Fließband werden in den Anfangsjahren Filme produziert und dabei wird die Rolle des Tramp", also des Vagabunden, immer mehr zum Star von Charlie Chaplins Filmen, bis er 1915 schließlich die Titelrolle in Der Tramp (mit Billy Armstrong und Lloyd Bacon) übernimmt. Charlie Chaplins Karriere befindet sich auf einem vorläufigen Höhepunkt und die gesamte Welt scheint im Chaplin-Fieber". Comicstrips und Lieder handeln von seinem Tramp", andere Schauspieler wie der damals noch nicht bekannte Stan Laurel (Dick und Doof in der Fremdenlegion, Dick und Doof erben eine Insel) ahmen den berühmten Filmemacher nach und wo immer Charlie Chaplin nun hingeht, wird er von seinen Fans gefeiert. Das macht sich natürlich auch bei den Vertragsverhandlungen mit seinem neuen Arbeitgeber bemerkbar. Bei Mutual Film wird Charlie Chaplin zu einem der am besten bezahlten Schauspieler überhaupt. Allerdings erhält das Studio im Gegenzug auch ein paar Filmperlen von Charlie Chaplin. 1917 stellt Charlie Chaplin beispielsweise Leichte Straße und Der Einwanderer fertig. Insbesondere Letzterer, eine Tragikomödie über einen namenlosen Immigranten, der in die USA einreist, wird ein Hit. In der weiblichen Hauptrolle ist erneut Edna Purviance zu sehen, mit der Charlie Chaplin auch privat liiert ist. Die Schauspielerin übernimmt in 35 von Charlie Chaplins Filmen eine Rolle.
 
Der Tramp" gründet United Artists

Auch bei Mutual wird Charlie Chaplin auf Dauer nicht glücklich. Der Filmemacher will seine Projekte ohne Zeitdruck realisieren und auch möglichst wenig Rechte an seine Partner abtreten. Bei First National findet Charlie Chaplin die Bedingungen, die ihm wichtig sind - und er lernt zwei Kollegen kennen, die noch eine größere Rolle in seinem Schaffen spielen sollen: den Stummfilmstar Douglas Fairbank (Die eiserne Maske, Robin Hood) und dessen Kollegin Mary Pickford (Der Widerspenstigen Zähmung, Coquette). Mit ihnen gründet Charlie Chaplin 1919 United Artists, einen eigenen Filmvertrieb, um endgültig so zu arbeiten, wie er es will.

Zuvor aber inszeniert Charlie Chaplin für sein Studio Filme wie Gewehr über, Auf der Sonnenseite und Vergnügte Stunden. Und Charlie Chaplin entdeckt seinen neuen Schauspiel-Star: Den gerade vierjährigen Jackie Coogan (Sherlock Holmes in New York, The Addams Family). Charlie Chaplins Tragikomödie The Kid macht den Kinderstar 1921 weltberühmt. Es ist der erste abendfüllende Spielfilm von Charlie Chaplin und zugleich ein riesiger Erfolg für ihn, der in der Geschichte um einen Vagabunden und sein adoptiertes Kind wieder einmal Themen seiner eigenen Jugend verarbeitet.
Privat läuft es dagegen holprig. Der gemeinsame Sohn von Charlie Chaplin und Mildred Harris (The Magic Cloak, The Fog) stirbt wenige Tage nach der Geburt und kurz darauf fordert die Schauspielerin nicht nur die Scheidung von Charlie Chaplin, sie will auch eine große Summe von dem Filmstar. Auch seine nächste ernstere Beziehung wird nicht viel glücklicher. 1923 verlobt sich Charlie Chaplin mit Pola Negri (Die Bergkatze, Die Augen der Mumie Ma), doch die Verbindung wird schnell wieder gelöst. Schon 1924 heiratet Charlie Chaplin erneut, nämlich seine schwangere Filmpartnerin Lita Grey (Seasoned Greetings, The Devil's Sleep), von der er sich 1927 jedoch wieder mit viel Medienrummel scheiden lässt. Mit ihr hat Charlie Chaplin zwei Kinder: Charles Jr. und Sydney. Acht weitere Kinder wird Charlie Chaplin mit seiner vierten Ehefrau Oona O'Neill, mit der er bis zum Tod verheiratet bleibt, zeugen. Vor Oona O'Neill ist der Filmemacher jedoch noch kurz mit Paulette Goddard (Moderne Zeiten, Der große Diktator) verheiratet. Ein mehr als skandalöser Lebenswandel für damalige Zeiten.
 
Charlie Chaplin in Hochform: Goldrausch", Lichter der Großstadt" und Moderne Zeiten"

United Artists soll nicht nur dem Monopol der herrschenden Filmstudios die Stirn bieten, der Filmverleih soll Mitbegründer Charlie Chaplin auch unabhängig von den großen Hollywood-Playern machen. So kann Charlie Chaplin seinen ersten ernsthaften Film inszenieren: Das Liebesdrama Die Nächte einer schönen Frau zeigt Edna Purviance in einer reiferen Frauenrolle. Charlie Chaplin selbst ist in dem Film von 1923 nur kurz zu sehen. Der ungewöhnlich ernste Film stößt seine Fans vor den Kopf und wird Charlie Chaplins erster Flop. Charlie Chaplin verweigert sich auch in einer anderen Angelegenheit den Wünschen seiner Fans. Obwohl der Tonfilm mittlerweile existiert, dreht Charlie Chaplin mit Goldrausch (mit Mack Swain und Tom Murray), Lichter der Großstadt (mit Virginia Cherrill und Florence Lee) sowie Moderne Zeiten (mit Paulette Goddard und Henry Bergman) drei weitere Stummfilme. Alle werden große Erfolge, die kapitalismuskritischen Töne in ihnen sollen dem Filmemacher aber noch Probleme einbringen.

1929 wird Charlie Chaplin zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen. Es ist die erste Verleihung der Academy Awards, die heute als Oscars weltbekannt sind. Dort erhält der talentierte Filmemacher einen Ehren-Oscar für seine Vielseitigkeit und sein Genie in Bezug auf Schauspiel, Regie, Drehbuch und Produktion. Es soll nicht der letzte Oscar für Charlie Chaplin sein.
 
Der große Diktator": Charlie Chaplins erster Tonfilm

Charlie Chaplins erster Tonfilm wird Der große Diktator, der zwar von der Filmkritik als geschmacklos abgetan wird, doch beim Publikum bestens ankommt. Die humorvolle Karikatur Adolf Hitlers trifft 1940 den Nerv der Zeit. Die politischen Töne des Films können Charlie Chaplin aber nicht vor dem langen Arm von FBI-Chef J. Edgar Hoover bewahren. Charlie Chaplin wird zum wiederholten Male des Antiamerikanismus verdächtig, so dass er nach einem Auslandsaufenthalt in Europa, wo er seinen Film Rampenlicht vorstellt, nicht mehr in die USA einreisen darf. Stattdessen bleibt Charlie Chaplin in Europa und zieht mit seiner ständig wachsenden Familie nach Corsier-sur-Vevey am Genfersee. Und auch diese Erfahrung verarbeitet der emsige Filmemacher in einem seiner Werke. Ein König in New York ist eine unverhohlene Abrechnung mit der McCarthy-Ära in den USA der 1950er-Jahre. Entsprechend der offenen Kritik ist der 1957 produzierte Film in den USA auch erst 1973 zu sehen.

1972 kehrt Charlie Chaplin dann doch noch einmal in die USA zurück - um seinen zweiten Ehren-Oscar entgegenzunehmen. Im selben Jahr erhält er auch einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame". Zu der Zeit ist Charlie Chaplin gesundheitlich schon angeschlagen und hat auch schon seit einigen Jahren keine Filme mehr fertiggestellt. 1967 kommt Charlie Chaplins letzter Film heraus: Die Gräfin von Hongkong ist Charlie Chaplins einziger Farbfilm und kein großer Kritikererfolg - und das trotz der Besetzung mit Marlon Brando (Der Pate, Apocalypse Now), Sophia Loren (El Cid, Hausboot) und Tippi Hedren (Die Vögel, Marnie).

Am 25. Dezember 1977 stirbt Charlie Chaplin schließlich im Alter von 88 Jahren in seinem Schweizer Wohnort Vevey.

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