Alan Rickman Filme

Geburtsname: Alan Sidney Patrick Rickman
Geburtstag: 21. Februar 1946 in London (England)
Todestag: 14. Januar 2016 in London (England)
Wichtigste Auszeichnungen: 1 Golden Globe, 1 Emmy, 1 BAFTA, 1 MTV Movie Awards

Mini-Biographie:

Alan Rickman war ein Schauspieler sowie Regisseur und fühlte sich auf der großen Kinoleinwand wie auch auf Theaterbühne sichtlich wohl. Kultstatus erreichte Alan Rickman bereits mit seiner ersten Kinorolle als deutscher Terrorist Hans Gruber in Stirb langsam, danach galt er als Paradebeispiel eines Filmbösewichtes. Diesen musste er zwar nun nicht in jedem Film spielen, doch konnte er seine mystische Aura in seiner wohl berühmtesten Rolle bestens einsetzen: als undurchsichtiger Zauberer Severus Snape in der Filmreihe Harry Potter.

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Die coolsten Filmzitate von Alan Rickman

John McClane: „Warum musstest Du den halben Kasten in die Luft sprengen?“
Hans Gruber: „Wenn man 600 Dollar klaut, kann man einfach verschwinden. Aber bei 600 Millionen musst du ihnen verkaufen, dass es dich erwischt hat!“
Alan Rickman als deutscher Terrorist Hans Gruber erklärt seinem Gegenspieler John McClane (Bruce Willis) in Stirb Langsam seinen Fluchtplan.

„Jetzt ist es genug! Streicht die Küchenabfälle für die Aussätzigen und Waisen! Keine Gnade mehr bei Hinrichtungen! Und sagt Weihnachten ab!“
Selbst bei einem so netten Menschen wie dem Sheriff von Nottingham (Alan Rickman) hat der Spaß mal ein Loch, wenn er sich andauernd mit Verbrechern wie diesen Robin Hood (Kevin Costner) herumschlagen muss, wie etwa in Robin Hood – König der Diebe.

Sheriff von Nottingham: „Ich schneide Euch Euer verdammtes Herz mit einem Löffel heraus!“
Sir Guy von Gisborne: „Warum mit einem Löffel, Vetter, warum nicht mit einer Axt?“
Sheriff von Nottingham: „Weil er stumpf ist, Trottel, es tut mehr weh!“
Kleinere Streitigkeiten sollen ja in den harmonischsten Familien vorkommen, wie hier der kleine Zwist zwischen dem Sheriff von Nottingham (Alan Rickman) und seinem geliebten Vetter Sir Guy von Gisborne (Michael Wincott) in Robin Hood – König der Diebe.

„Albernes Zauberstabgefuchtel und kindische Hexereien wird es hier nicht geben. Daher erwarte ich von den wenigsten Begeisterung für die schwierige Lehre und exakte Kunst der Zaubertrankbrauerei. Aber dennoch, die wenigen Auserwählten unter Euch, die die entsprechende Veranlagung besitzen, die lehre ich in diesem Kurs, wie man den Kopf verhext und die Sinne auf eine Reise schickt, Glanz und Ansehen brodelnd zusammenbraut, wie man Ruhm in Flaschen zieht und sogar wie man den Tod verkorkt!“
Vielleicht war Severus Snape (Alan Rickman) auf Hogwarts nicht der beliebteste Lehrer, aber auf jeden Fall der Coolste. Dies ist seine Antrittsrede als Meister der Zaubertränke in Harry Potter und der Stein der Weisen.

Wichtigste Auszeichnungen:


2011: MTV Movie Awards in der Kategorie MTV World Cup Award als Bester Harry-Potter-Charakter für Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2
2009: Scream Awards als das Beste Schauspiel-Ensemble für Harry Potter und der Halbblutprinz
1996: Golden Globe, Primetime Emmy, Screen Actors Guild Awards und Satellite Awards jeweils als Bester Hauptdarsteller in einer TV-Produktion für Rasputin
1991: BAFTA-Award als Bester Nebendarsteller für Robin Hood – König der Diebe

Alan Rickman Biographie

Alan Rickman kommt am 21. Februar 1946 als zweites von vier Kindern der Familie Rickman in London auf die Welt. Sein katholischer Vater Bernard Rickman unterhält seine Familie als Fabrikarbeiter, stirbt aber an Lungenkrebs, als der kleine Alan gerade mal acht Jahre jung ist. Nach dem Tod wachsen die vier Geschwister alleine bei ihrer methodistischen Mutter Margaret Doreen Rose auf. Als Kind beschäftigt sich Alan Rickman vor allem mit Aquarellmalerei und Kalligrafie. Er ist darin so talentiert, dass er sogar ein Stipendium für eine Privatschule erhält. Wenig überraschend absolviert Alan Rickman nach seinem Schulabschluss ein Studium als Grafikdesigner am Chelsea College of Art and Design. Im Anschluss daran gründet er in Soho mit seinen Kumpels eine Grafikdesign-Firma mit dem Namen „Graphiti“ – zu jener Zeit ist Alan Rickman Mitte Zwanzig. Als 26-Jähriger erhält der Brite ein weiteres Stipendium an der Schauspielschule Royal Academy of Dramatic Art. Bis 1974 studiert Alan Rickman die Schauspielerei, spielt bereits am liebsten und sehr erfolgreich in Shakespeares-Dramen und verdient sich nebenbei noch etwas Geld als Kostümbildner.

Die Schauspielkarriere beginnt also auf den berühmten Brettern, die die Welt bedeuten, worauf er mit unterschiedlichsten Ensembles sehr erfolgreich zusammenarbeitet. Gegen Ende der 1970er weitet sich seine Karriere auf zahlreiche britische TV-Produktionen aus, Alan Rickman ist bereits ein sehr vielbeschäftigter Mann.

Mit Hans Gruber wird Alan Rickman bei seinem Leinwand-Debüt zur Kultfigur

Mit dem Theaterstück Gefährliche Liebschaften tritt Alan Rickman 1987 am Broadway in New York auf. Dort wird der Hollywood-Produzent Joel Silver (Filmtrilogie Matrix, Nur 48 Stunden) auf den begabten Mimen aufmerksam und bietet ihm die Rolle des Terroristen Hans Gruber in seinem geplanten Actionfilm Stirb langsam (1988; mit Bonnie Bedelia, Reginald VelJohnson und Robert Davi) an. Für Alan Rickman ist es der erste Kinofilm überhaupt, und dann auch noch gleich Hollywood. Und zudem in solch einem Kassenschlager! Stirb Langsam mutiert zu einem echten Blockbuster und macht sowohl Bruce Willis (The Sixth Sense, Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben) als auch Alan Rickman über Nacht zum Star. Bruce Willis ist ab sofort der Prototyp des Helden und Einzelkämpfers im Feinrippunterhemd, Alan Rickman der des sadistischen Bösewichts. Bis zu seiner Rolle als Sheriff von Nottingham in Robin Hood – König der Diebe (1991; mit Mary Elizabeth Mastrantonio, Morgan Freeman und Christian Slater) hat er den Typus Oberschurke perfektioniert und spielt den Protagonisten Kevin Costner (Der mit dem Wolf tanzt, Open Range – Weites Land) alias Robin Hood – immerhin zweifacher Oscar-Preisträger – regelrecht an die Wand.

Abseits von Hollywood darf Alan Rickman aber auch andere Rollen als Schurken spielen. Etwa 1995 in dem englische Drama Eine sachliche Romanze (mit Hugh Grant, Georgina Cates und Alun Armstrong), in der er einen berühmten aber tragischen Theaterschauspieler mimt, der ohne es zu wissen eine Romanze mit seiner eigenen, weil bis dato unbekannten Tochter eingeht – übrigens eine ganz sachliche Romanze. Eine nicht weniger komplizierte Liebesgeschichte durchlebt Alan Rickman in der britischen Romanverfilmung Sinn und Sinnlichkeit (1995; mit Emma Thompson, Kate Winslet und Hugh Grant), in der sein Herz zum Spielball zwischen zwei Schwestern wird. 1996 übernimmt Alan Rickman die Hauptrolle in der Filmbiographie Rasputin (mit Greta Scacchi, Ian McKellen und John Wood). Der Film über den mysteriösen Heiler aus Russland ist zwar lediglich eine TV-Produktion, beschert Alan Rickman aber etliche Preise, darunter ein Golden Globe sowie ein Emmy als jeweils Bester Hauptdarsteller. Überhaupt spielt Alan Rickman ab Mitte der 1990er kaum mehr Nebenrollen, sondern steht selbst an erster Stelle als Kassenmagnet für die Kinozuschauer.

Und der Cineast lernt dabei gleichzeitig eine neue Seite des englischen Mimen kennen, nämlich seine Humorige. So spielt Alan Rickman in der religiösen Satire Dogma (1999; mit Linda Fiorentino, Salma Hayek und Chris Rock) einen Engel namens Metatron, der auf Erden die zwei auf ewig verbannten Erzengel Loki (Matt Damon; Der Marsianer – Rettet Mark Watney, Jason Bourne) und Bartleby (Ben Affleck; Batman v Superman: Dawn of Justice, Suicide Squad) in Zaum halten muss. Während Dogma als Satire noch etwas polarisiert, ist die folgende Komödie Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall (1999) ein absoluter Volltreffer auf die Lachmuskeln. Zusammen mit den Co-Protagonisten Tim Allen (TV-Sitcom Hör mal, wer da hämmert, Filmreihe Santa Clause) und Sigourney Weaver (Filmreihe Alien, Avatar – Aufbruch nach Pandora) parodiert Alan Rickman das Science-Fiction-Genre, allen voran Star Trek.

Alan Rickman als Severus Snape in der Ära Harry Potter

Als die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten zur Filmreihe Harry Potter (mit Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint) beginnen, hat die Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling sehr klare Vorstellungen davon, welche Schauspieler für die zahlreichen Rollen besetzt werden sollen. Ganz oben auf ihrer Wunschliste steht für den Charakter des Severus Snape Alan Rickman. Die beiden unterhalten sich lange und ausgiebig über die Rolle des mysteriösen Zaubertrank-Magiers. Alan Rickman ist dies sehr wichtig, will er doch den undurchsichtigen Severus Snape so tiefgründig wie möglich spielen. Und in den acht Teilen von Harry Potter zwischen den Jahren 2001 bis 2011 gelingt ihm dies auch sensationell gut.

Eine wichtige Schlüsselrolle in einer der bedeutendsten Filmreihen der Kinogeschichte, die auch noch über zehn Jahre läuft, klingt fast nach einem Full-Time-Job. Doch nur auf den Zauberer von Harry Potter will sich Alan Rickman nicht festlegen lassen. Fast ein Dutzend Filmwerke entstehen mit Alan Rickman in seiner Harry-Potter-Ära, die nichts mit Zauberei zu tun haben. Dabei kann Alan Rickman vor allem auf drei Kassenknüller verweisen. In der romantischen Star-Komödie Tatsächlich … Liebe (2003; mit Hugh Grant, Liam Neeson und Keira Knightley) lässt sich Alan Rickman als vermeintlich glücklicher Familienvater von seiner Sekretärin (Heike Makatsch; Anatomie 2, Hui Buh – Das Schlossgespenst) ordentlich den Kopf verdrehen. In dem Historien-Thriller Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (2006; mit Ben Whishaw, Dustin Hoffman und Rachel Hurd-Wood) versucht Alan Rickman als besorgter Vater, seine Tochter vor dem Massenmörder zu beschützen, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt. In dem blutrünstigen Musical-Film Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007; mit Helena Bonham Carter, Sacha Baron Cohen und Jayne Wisener) spielt Alan Rickman wieder einmal seinen Parade-Charakter als Bösewicht. Er mimt den mächtigen und intriganten Richter Turpin, der einst Sweeney Todd (Johnny Depp; Filmreihe Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik, Filmreihe Alice im Wunderland) verbannte und sich dessen Frau und Tochter nahm. Doch Sweeney Todd sinnt nach Rache und nun 15 Jahre später scheint die Zeit dafür reif zu sein.

Die letzten Jahre von Alan Rickman

Auf seinem Privatleben hält Alan Rickman stets so gut wie möglich den Deckel drauf. Immerhin erfährt die Öffentlichkeit, dass er im Jahre 2012 die Professorin und Politikerin Rima Horton ehelicht. Interessant dabei ist, dass Rima Horton auch seine Jugendliebe ist, die beiden waren seit 1965 miteinander liiert.

An seiner Arbeit hängt Alan Rickman bis zuletzt. Unter anderem sieht man den Mimen in der Krimikomödie Gambit – der Masterplan (2012; mit Colin Firth, Cameron Diaz und Stanley Tucci) oder in einer Nebenrolle als Ronald Reagan in dem Drama Der Butler (2013; mit Forest Whitaker, Oprah Winfrey und David Oyelowo). Sein letzter Film als Schauspieler ist der militärische Drohnen-Thriller Eye in the Sky (2015; mit Helen Mirren, Aaron Paul und Iain Glen). Seine letzte Rolle hat Alan Rickman als Synchronsprecher. In der Märchenverfilmung Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (2016; mit Mia Wasikowska, Johnny Depp und Anne Hathaway) leiht Alan Rickman der allwissenden Raupe Absolem seine Stimme, wie er es auch schon vor sechs Jahren in Alice im Wunderland (2010; mit Mia Wasikowska, Helena Bonham Carter und Johnny Depp) tat.

Als Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln im Mai in den Kinos anläuft, ist Alan Rickman bereits tot. Er stirbt am 14. Januar 2016, vier Tage nach dem Tod von Rock-Legende David Bowie (Absolute Beginners – Junge Helden, Furyo – Merry Christmas Mr. Lawrence), an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit Alan Rickman verliert die Filmwelt einen seiner charismatischsten Charaktere, zum Trost für alle Filmfreunde machte er sich Zeit seines Lebens mit vielen erstklassigen Filmen unvergesslich.

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