Die Säulen der Erde
– Der komplette Vierteiler

Ken Folletts faszinierende Saga um den Bau einer Kathedrale im fiktiven Städtchen Kingsbridge überspannt vier Jahrzehnte in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die hochdramatische Story ist zum einen geprägt durch die blutigen Unruhen des Erbfolgekriegs nach dem Tod Heinrichs I. Zum anderen spiegelt sie die komplexen Interessen der am Bau der Kirche beteiligten Personen wider. Und nicht zuletzt geht es um Liebesgeschichten, die so überwältigend sind wie das Bauwerk selbst!
 
Sehen Sie alle vier Teile des großen Eventfilms sowie umfangreiches Bonusmaterial.

Inhalt

England im Jahr 1135: Heinrich I., der König von England stirbt, ohne einen legitimen Nachfolger zu hinterlassen. Sein einziger rechtmäßiger Sohn kommt 1120 unter mysteriösen Umständen bei einem Schiffsunglück ums Leben. Diese Situation hat zur Folge, dass unter den unehelichen Kinder Heinrichs I., Stephan von Blois und seiner Cousine Matilda, eine Streiterei um den Thron entfacht wird, der in einem Erbfolgekrieg endet.
 
Im Jahr 1138 kehrt der Mönch Philip in sein ehemaliges Kloster nach Kingsbridge zurück, wo der alte Abt im Sterben liegt. Dieser will ihm, den Tod vor Augen, noch ein Geheimnis über das Schiffsunglück von 1120 anvertrauten, Philip tut dies jedoch als das letzte "Geschwätz" eines senilen alten Mannes ab. Philip wird als Nachfolger des verstorbenen Abts gewählt und damit der neue Prior des abgewirtschafteten Klosters. Doch er weiß, dass er kaum Geld für den nötigen Aufbau hat.
 
Zur selben Zeit zieht der Steinmetz Tom Builder mit seiner hochschwangeren Frau und seinen beiden Kinder auf der Suche nach Arbeit durch das Land. Als seine Frau bei der Geburt im Kindbett stirbt, setzt Tom das Neugeborene im Wald aus. Als ihn das schlechte Gewissen packt und er sich auf die Suche nach dem Säugling aufmacht, lernt er die mysteriöse Ellen und deren Sohn Jack kennen. Ellen berichtet Tom davon, wie Mönche sein Baby gefunden und ins Kloster nach Kingsbridge mitgenommen haben.
 
Gemeinsam zieht es die Gruppe nach Kingsbridge, wo Tom nach anfänglichen Problemen die Chance seines Lebens erhält. Der Baumeister träumt zeitlebens davon eine Kathedrale zu bauen. Philip lässt sich von der Begeisterung anstecken und stimmt, nachdem die alte Kirche abgebrannt ist, dem Bau zu. Doch schon bald muss der Prior feststellen, dass er sich mit den Plänen für das neue Gotteshaus viele Feinde geschaffen hat. Auch Tom Builder bemerkt sehr schnell, dass er nur ein Spielball im Krieg der Mächtigen ist.
 
Bischof Waleran Bigod ist der Bau der Kathedrale ein Dorn im Auge und so nutzt er all seine Macht und seinen Einfluss um den Bau zu stören und zu sabotieren. Dies sind aber nicht die einzigen Probleme, mit denen Tom Builder und Prior Philip bei der Verwirklichung ihres Traumes zu kämpfen haben.

Kritik

20 Jahre musste der Leser auf den Die Säulen der Erde Film warten. Schuld daran trägt Autor Ken Follett, der für eine filmische Realisation Partner suchte, die eine romangetreue Verfilmung vornehmen würden, ohne dabei die Handlungen aus dem 1300 Seiten dicken Wälzer zu kürzen oder zu verändern. Erst 2008 sicherte sich die Münchner Produktionsfirma Tandem Communications die Rechte an der Verfilmung von Die Säulen der Erde. Doch das Warten hat sich gelohnt.
 
Tandem Communications entschied sich für einen international koproduzierten TV-Mehrteiler. Nur so hatte man für den Die Säulen der Erde Film auch die die nötige Zeit, sich nicht nur den zahlreichen Charakteren, sondern auch der eindringlich beschriebenen Epoche und Atmosphäre zu widmen.
 
Regisseur Sergio Mimica-Gezzan, der als erster Regieassistent von Steven Spielberg bei Schindlers Liste  und Der Soldat James Ryan Erfahrungen sammeln durfte, und einige der Crewmitglieder absolvierten einen Crashkurs über das 12. Jahrhundert um sich auf die Verfilmung vorzubereiten. Das dieser Kurs nicht umsonst war, zeigt sich in den opulenten, zum Teil originalgetreuen Ausstattungen des Die Säulen der Erde Filmsets, in der noch stark auf die gute alte Handwerkskunst vertraut und computeranimierte Special Effects eher spärlich eingesetzt wurden.
 
Wer Die Säulen der Erde nicht gelesen hat, dürfte aufgrund der vielen Charaktere zu Beginn etwas Probleme mit dem Einstieg haben, aber schon bald konzentriert sich der Mehrteiler auf die Hauptfiguren, die von einer interessanten internationalen Besetzung gespielt werden. Der Die Säulen der Erde Film ist keine reine 1:1-Umsetzung des Romans, doch sämtliche Abweichungen zur Vorlage, die aus dramaturgischen Gründen vorgenommen wurden, bekamen die persönliche Absegnung von Autor Ken Follett, der zeitweilig der Produktion beiwohnte.
 
Und so kommt es, dass Follett im vierten Teil in einer halbminütigen Sprechrolle zu sehen ist. Diese extra für Follett erfundene Figur gibt es im Die Säulen der Erde Roman nicht.

Darsteller

Rufus Sewell, der den Steinmetz Tom Builder spielt, findet sich im Die Säulen der Erde Film nicht zum ersten Mal im Mittelalter wieder. Schon in Ritter aus Leidenschaft, Hamlet und Henry IV. stand der britische Schauspieler für Verfilmungen historischer Stoffe vor der Kamera. Sewell sieht seine schauspielerische Heimat zwar hauptsächlich in Filmen, steht aber regelmäßig auf der Theaterbühne und konnte dafür auch schon zahlreiche Auszeichnungen gewinnen.
 
Auch für Matthew Macfadyen ist das Mittelalter keine unbekannte Epoche. Im Die Säulen der Erde Film mimt der Brite den Prior Philip. Zuvor stand er schon als Theaterschauspieler in zahlreichen Stücken von William Shakespeare auf der Bühne. Auf der großen Kinoleinwand war Macfadyen unter anderem in Stolz und Vorurteil, Frost/Nixon und Robin Hood zu sehen.
 
Eddie Redmayne ist erst seit wenigen Jahren als Schauspieler tätig, kann aber schon einige Auszeichnungen in die Vitrine stellen. 2010 erhielt der britische Darsteller mit dem Tony Award und dem Olivier Award die beiden wichtigsten Preise der amerikanischen und britischen Theaterszene. Im Die Säulen der Erde Film verkörpert Redmayne den jungen Jack Jackson.
 
Für Hayley Atwell war der Die Säulen der Erde Film der bisherige Höhepunkt ihrer noch jungen Schauspielerkarriere. Für ihre Rolle der verstoßenen Grafentochter Aliene wurde die Britin für den Golden Globe nominiert. Zuletzt stand Atwell im Film Captain America – The First Avenger vor der Kamera.
 
Natalia Wörner bricht in die Phalanx der britischen Akteure beim Die Säulen der Erde Film ein. Die gebürtige Stuttgarterin verkörpert in der Romanverfilmung von Ken Follett die Rolle der Ellen. Dafür wurde sie 2011 in Wien auch mit dem Romy ausgezeichnet. Wörner war auch in Miss Texas und Rosamunde Pilcher Verfilmungen zu sehen.
 
Den bekanntesten Namen der Darstellerriege hat Donald Sutherland. Seit Mitte der 60er-Jahre steht der Kanadier schon vor der Filmkamera und hat seitdem in zahlreichen Klassikern gespielt. In Die Säulen der Erde ist Sutherland als Bartholomäus, Graf von Shiring zu sehen. 1981 wirkte Sutherland in Die Nadel schon einmal in einer Ken Follett Romanverfilmung mit.

Szenenbilder und Fotos vom Set

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